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Schiff in rauher See gekentert bei Porto Addaya, Menorca

 

Die Crew der Veligandu wurde Augenzeuge (fast) tödlichen Leichtsinns. Nach einer Nacht mit nördlichen Winden um 8, in Böen um 10 Beaufort stand am 4.8.2000 vor dem kleinen menorcinischen Hafen Puerto Addaya eine Monsterwelle, nicht nur bedingt durch die Sturmstärken, sondern auch durch die Addaya vorliegenden Untiefen, an denen sich bei Sturm das Wasser in meterhohen Fontänen bricht.
Kurz nach 1600 legte vom sicheren, vor Wellen völlig geschützen Ankerplatz, die französische Yacht "Scappa" mit beinamputiertem Skipper und Familie ab. Die Yacht strebte zunächst dem Hafen zu, wo aber kein Platz mehr zu bekommen war. Anstatt nun wieder am weiträumigen Ankerplatz zu ankern, wo bereits 23 Yachten mit genügen Platz geschütz lagen, fuhr der Skipper aufs offene Meer hinaus. War dies schon tödlicher Leichtsinn anhand der ca. 4m hohen Wellen, so bog der Schiffsführer auch viel zu früh nach SE ab, wohl in der Absicht nach Mahon zu laufen. So geriet er direkt in die türkisfarbenen Wasserwände mit senkrecht brechenden Kämmen, Höhe geschätzt 6-7m, die er auf die Breitseite des Schiffes bekam. Man konnte noch sehen, wie die Genua vollständig ausgerollt wurde, dann hob eine der Monsterwellen die "Scappa" an und brachte sie zum kentern.
Nach endlosen erscheinender Zeit kam der völlig entmastete Rumpf wieder an die Oberfläche. Die hilflos zusehenden Segler am Ankerplatz verständigten sofort die Seenotrettung und einige mutige Segler mit starken Dinghis fuhren auch hinaus, zum Unglücksort, von dem mittlerweile rot geschossen wurde. Die Wellen waren aber so hoch, dass die gut motorisierte Dinghi's nichts ausrichten konnten. Später kamen dann grössere Boote hinzu. Laut Kanal 16, Palma Radio konnte die Rettung gegen 1710 erfolgreich abgeschlossen werden, alle 5 Personen wurden lebend geborgen.

Blick von oben auf die Ankerbucht vor dem Hafen

 

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