Mallorca bleibt spannend für Segler .....
Mallorca ist für Urlauber ein Traumrevier, Charterer finden hier alles,
wovon Segler zuhause am Schreibtisch im Stress träumt:
Sonne, klares Wasser, hübsche Häfen, eine wunderschöne Natur und urige Kneipen.
Bei Charterpreisen von ca. 3000,-- DM aufwärts für eine gemietete Yacht kommt es auch wohl kaum auf einen Hunderter Hafengebühr an, das ist einem der Urlaub wert und das hat man sich verdient.
Etwas anders sieht es da bei den Langzeitseglern aus. Normalerweise mit eher kleinem Budget gesegnet, ist man auf sichere Ankerplätze angewiesen, wo man in Ruhe liegen kann, ohne Wind und Wellen ausgesetzt zu sein.
Damit sieht es nun auf den Balearen generell nicht so rosig aus. Auf Mallorca sind zum Beispiel gute Ankerplätze, die man auch zum übernachten nutzen kann Porto Pollensa,Porto de Sóller, Santa Ponsa, ein paar Stellen in der Bucht von Palma, Porto Pedro, Porto Colom, Cala Ratjada und Porto d´Alcudia.
Die Buchten müssen generell nach Wind sorgfältig gewählt werden, was ja nichts neues ist, nur dass der Wind wegen der Inselsituation nicht so einfach zu berechnen ist, was auch den professionellen Wetterfröschen einiges Kopfzerbrechen macht. So richtig rundum sicher ist eigentlich nur Porto Colom und , mit der Einschränkung starker SE, auch Porto Pollensa.
Nun gab es bezüglich Porto Colom bereits im letzten Jahr Gerüchte, dass die riesige Naturbucht zum ankern gesperrt werden sollte. Wir lagen im letzten Herbst einige Wochen dort vor Anker und ausser einem halbherzigen Versuch seitens der Behörden, ein Ankergeld zu erheben, passierte nichts.
Auch in diesem Jahr lagen wir nun ím Juli in Porto Colom, zu der Zeit gab es NOCH keine Restriktionen, allerdings Veröffentlichungen in der Lokalpresse, wonach der Ankerbereich zum freien Ankern gesperrt werden sollte, man wolle statt dessen 20 (!) Bojen auslegen, was angesichts eines Schiffsaufkommens von über 200 Schiffen in der Sommerzeit ein Witz ist. Auch über die Höhe der Gebühren (und es würde uns sehr wundern, wenn die Bojen frei wären.....?) wurde noch nichts bekannt.
Sollte es tatsächlich zur Sperrung des beliebten Ankerplatzes kommen, so wäre dies ein Schlag ins Gesicht der Segler. Denn, selbst wenn man bereit ist, für eine Übernachtung 80 bis 100 DM Hafengeld auszugeben, so heisst das noch lange nicht, dass man auch einen Platz bekommt. Oftmals sind die Häfen voll und man muss ankern, nur fragt sich dann wo, wenn sichere Plätze gesperrt werden.
Leider ist zu bemerken, dass Porto Colom derzeit darüberhinaus weitere Negativpunkte bietet: im Vergleich zum letzten Herbst, wo man bereits die Parolen "Touristas NO!" am Strand lesen konnte, haben sich die Wandschmierereien vervielfacht, noch immer verweigert die Tankstelle selbst gegen Bares, den Seglern Wasser zu verkaufen und die Freundlichkeit in den Geschäften nähert sich gegen Null. Da wir spanisch sprechen, wurden wir früher immer sehr freundlich behandelt, aber mittlerweile hilft noch nicht einmal mehr das.
Wir fragen uns, wohin das alles noch führt und betrachten mit Sorge die Entwicklung unserer 2. Heimat, zumal sich auch an Land eine besorgniserregende Entwicklung abzeichnet, die zwar im Prinzip eine Wohltat für die Ökologie der Insel ist, dem Geldbeutel der Einheimischen aber erheblich schaden dürfte: im Juli standen in den hauptsächlich von Deutschen frequentierten Hotels bis zu 50% der Betten leer.......
schliesslich scheint die Sonne auch in Griechenland und der Türkei.....
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Nach aktuellen Informationen, die wir heute, 3.8.2000, von Seglern, die gerade aus Mallorca kommen (Wir sind zu diesem Zeitpunkt auf Menorca), bekommen haben, liegen die Bojen in Porto Colom und man versucht, jedem der einläuft eine Boje zuzuweisen. |
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