Sie finden hier eine kleine Auswahl schöner Buchten Menorcas. ALLE Buchten Menorcas und Mallorcas, sowie Häfen mit Positionen, Insidertips und last,not least, 4600 (!!) Farbbildern und Panoramen finden Sie auf Veligandu´s CD-Rom Balearen - Mallorca & Menorca.
Auch die Nordostecke hat wie ihre NW-liche Schwester einiges an Stürmen abzuwettern und sollte mit Vorsicht befahren werden. Allerdings bietet sie mehr schützende Ankerplätze, wie zum Beispiel Fornells, Addaya, Es Grao und natürlich Mahon.
Fornells, Addaya und Mahon bieten neben ihren Ankerplätzen auch Hafenplätze und sind die sichersten Ankerplätze der Insel. (Nebenbei bemerkt, mit Ciutadella auch die einzigen Häfen für Yachten!)
Dazwischen liegen eine Vielzahl von wunderschönen Buchten, die zum tagesankern, relaxen und träumen einladen!
Fornells
ist eine grosse Naturbucht, die sowohl reichlich sichere Ankerplätze, als auch einen kleinen Hafen bietet.
Die Cala Fornells ist ein sicherer Fluchtpunkt an der Nordküste für die gefürchteten Norder.
Entweder versucht man sein Glück in dem kleinen Hafen, der ein paar Gastplätze bietet (im Hochsommer völlig unrealistisch, aber versuchen kostet nichts!) oder aber man wählt einen der vielen Ankerplätze innerhalb des grossen Gebietes aus.
Sehr beliebt ist der Ankerplatz sowohl südlich des Hafens, da man von hier am schnellsten im Dorf ist, oder auch der Ankerplatz östlich und nordöstlich der Isla Sargantana.
Bei beiden Plätzen ist der Ankergrund Schlamm mit mehr oder weniger dickem Kraut (bei der Isla mehr....!) So sahen wir hier in Starkwindzeiten auch jedes Mal eine Menge Yachten auf Drift gehen.
Der unserer Meinung nach bessere Haltegrund ist auf dem Ankerplatz südwestlich der Isla Los Porros, bzw. nördlich Escull Corp Mari, also im südlichen Ende der grossen Fornellsbucht.
Kielschiffe sollten sich hier in dem 8m Bereich einen Ankerplatz suchen, weiter südlich wird es schnell flach, aber flachgehende Boote können dort auch auf 1-2.5m noch sehr gut ankern.
Ebenfalls einen besseren Eindruck macht der Haltegrund vor dem Club Nautico-Steg am Punta de Ses Salines.
Generell kann man sagen, dass sich südliche Winde in Fornells verstärken. Dennoch wird es hier nicht zum Problem, es baut sich relativ wenig Welle über das grosse Becken auf.
Auch starke Norder verlieren bis zu den Ankerplätzen erheblich an Kraft, sodass man, obwohl man die nach Norden offene Ausfahrt vor Augen hat, einen Nordsturm hier drinnen ruhig abwettern kann, was wir persönlich wiederholte Male praktiziert haben. Daher können wir auch nicht nachvollziehen, dass Fornells in einigen Büchern als bei Nord gefährlich eingestuft wird.
Allerdings ist bei Nordsturm die Buchteinfahrt unpassierbar, zu hoch baut sich die Welle an der Einfahrt auf. Das heisst, ist man erstmal drin, muss man es bis zum abflauen des Sturmes auch bleiben!!
Addaya
Addaya ist für uns einer der schönsten Teile der Insel, sowohl von Wasser als auch von Land.
Das Gebiet um das ehemalige Fischerort bietet dem Yachtie mehrere Möglichkeiten, die Yacht sicher zu ankern oder anzulegen:
(1) den Hafen, Puerto de Addaya
(2) den Ankerplatz südlich des Hafens
(3) den Ankerplatz in Cala Molins
(4) den Ankerplatz auf dem Flachgebiet südlich der Barre
Addaya bietet perfekten Rundumschutz, egal bei welchen Winden.
Absolut imposant ist es, südlich des Hafens zu ankern, die offene Ausfahrt und den freien Blick zum Meer vor Augen.
Man denkt, bei Nordstürmen müsste hier der Teufel los sein, ist es auch, aber AUSSERHALB der Einfahrt. Die hohen Wellen bei Nordwind rollen an, brechen sich zu türkisgrünen Kristallgebirgen mit schneeweissen Kronen und innen, am Ankerplatz kommt überhaupt nichts an, die Untiefen nehmen die Wucht weg, wie ein karibisches Riff.
Das ehemalige Fischerdorf Addaya wächst langsam aber stetig, hauptsächlich im Ortsteil Na Macaret,hat sich aber dennoch eine Art Ursprünglichkeit bewahrt. Dazu tragen auch die Bemühungen der Umweltschützer bei, die ständig um Baustopps bemüht sind. Ferner ist hier ein reicher Menorciner ansässig, der successive Gelände aufkauft, um es im Naturzustand zu belassen!
Es Grao
Das Gebiet um Es Grao und die unter Naturschutz stehende Isla Colom ist ein traumhafter Ankerplatz, mit vielen lauschigen Möglichkeiten und auch sehr gut zum übernachten geeignet.
Für Naturliebhaber schliesst sich hinter dem Strand von Es Grao das Feuchtgebiet S´Albuferia an, ebenfalls unter Naturschutz stehend, mit einem grossen Binnensee und vielfältiger Fauna.
S´Albufeira bietet immer wieder Zündstoff in der Inselpolitik, so zuletzt, als die Urbanisation Shangri-La in ihrer Ausbreitung aufgrund Einspruch der Grünen gestoppt wurde. Shangri-La, auch so wie es derzeit steht, ist den Einheimischen ein Dorn in Auge und sicherlich die umstrittenste Urbanisation der umweltbewussten Insel.
Es Grao ist ein hübsches, kleines Fischerdörfchen, sauber weissgetünchte Fischerhäuser wechseln in den Strassenszenen mit kleinen gemütlichen Cafés und Souvenirlädchen ab, aber alles im Rahmen, nicht aufdringlich und protzig, sondern sehr gemütlich und hübsch.
Der Strand schliesst sich unmittelbar an den grossen Parkplatz an und ist daher auch für Nichtwassersportler sehr reizvoll!
Mahon
Mahon, der nach Pearl Harbour zweitgrösste Naturhafen der Welt, lässt sich in verschiedene Bereiche aufgliedern, die sich zum festmachen, bzw. anlegen für Yachten eignen:
1. Cala Teulera
direkt nach der Einfahrt an steuerbord, hinter der Isla del Lazaretto befindet sich der (einzig kostenlose!), sehr gute Ankerplatz, mit gutem Schutz gegen alle Winde. Man ankert auf 5-2m guthaltenden Schlick, vereinzelt etwas Kraut. Nachteil: ein sehr weiter Weg in die Stadt, bei langsamen Aussenbordern braucht man Geduld.....
Flachgehende Boote können den Canal de Alfonso XIII benutzen, es steht zwar ein verwittertes Verbotsschild davor, aber erstens kümmert sich kein Mensch drum und zweitens konnte uns von den Marineros hinten an den Stegen auch keiner definitiv Auskunft geben, ob es nun erlaubt ist oder nicht. Leider ist es aber sowieso nur etwas für flachgehende Boote, Kielschiffe runden die Isla Lazaretto, indem sie diese an steuerbord lassen.
2. Cala de S. Jorge
der Ankerplatz liegt östlich der Isla Cuarenta o Plana, dort ist man allerdings schon sehr viel mehr dem Schwell der Fähren und Berufsschiffe ausgesetzt als in Cala Teulera.
3. Cala Llonga
dort frei zu ankern empfiehlt sich nur für nervenstarke Skipper, denen es nichts ausmacht, ihr Ankergeschirr im Zweifelsfalle hochzutauchen... zu sehr ist Cala Llonga mittlerweile von Bojen bepflastert, die der Gesellschaft Ribera S.L. gehören (wie auch die Stege in Cala Llonga, die Bojen im grossen Hafenbecken, die Islas Cristina und Clementina und auch am grossen Ankerplatz hinter Isla del Rey kommt Ribera kassieren)
Im Juli und August kommt es einem Sechser im Lotto gleich, hier eine freie Boje zu bekommen, wir gewannen in 2 Jahren den Eindruck, dass die Fahrtensegler dieser Region in diesen beiden Monaten sich die Bojen dauerhaft anmieten um hier der Invasion der Segler aus Barcelona und Frankreich zu entgehen und zu warten, bis der Anfall vorbei ist!
Die Calas an der Westseite des Hafens, Pedrera, Fonts, Corb und Figuera können zwar theoretisch zum ankern genutzt werden, sind aber praktisch fest in lokaler Hand, sodass kaum Platz zu finden ist, auch sind die Wassertiefen sehr hoch (über 10m)
4. Ankerplatz westlich Isla del Rey
Hier ankern meist grosse Yachten auf 10 -15m Tiefe, der Ankergrund ist Schlamm und Kraut. Obwohl vor eigenem Anker, wird man hier zur Kasse gebeten, eine 12m Yacht zahlt in der Hochsaison ca. 1600 pts, etwa 20,-- DM, wobei man sich wirklich fragt, wofür?
5. Bojen von Ribera S.L.
liegen überall im östlichen Bereich des Hafenbeckens aus. In den Monaten Juli und August sind diese meist immer reserviert. Der Preis für ein 12m Schiff beträgt an der Boje ca. 2.000 - 2.400 pts.
Zum Wassertanken bietet Ribera S.L. in der Anfahrt zur Isla Cristina eine spezielle Wasserplattform, wo man per Münzautomat das begehrte Nass bunkern kann.
6. Islas Cristina und Clementina
Isla Clementina, die grössere und ältere der beiden Plattformen ist über Juli und August fest in barcelonesischer Hand, illusiorisch, dort einen Anlegeplatz zu bekommen.
Die früher üblichen Bojen, die man aufpickte und dann mit dem Heck an die Plattform anlegte, wurden mittlerweile durch Moorings ersetzt.
Beide Plattformen bieten Strom, Wasser und der Müll wird entsorgt, allerdings liegt man an der Clementina aufgrund ihrer Grösse ruhiger. Ruhiger, aber keineswegs ruhig liegt man generell hier im Fahrwasser der Berufsschiffe und Fähren. Dafür hat man allerdings das Flair eines grossen Hafens, es gibt immer was zu sehen. Ein 12m Schiff zahlt an den Islas ca. 3.000 - 3.500 pts.
7. Club Maritimo
Yachtclub, Marineros helfen beim aufnehmen der Moorings, saftige Gebühren. Man liegt direkt an der Strasse, die von Kneipen und Restaurants gesäumt wird. Gleiches gilt für
8. Paseo Maritimo,
den Stadtkai. Teilweise liegen Moorings aus, es ist allerdings eher unwahrscheinlich, einen Liegeplatz zu bekommen.
9. Pedro´s Stege
Im Hafenende, hinter dem Fähr- und Kreuzfahrerkai, liegen private Stege aus. Pedro´s Boatshop hat hier auch Moorings, leider gelang es uns hier ebenfalls nicht, in Juli / August einen Platz zu ergattern.