Eine landschaftlich atemberaubende, für den Skipper aber unwirtliche Küste! Kommt ein Mistral (und das tut er oft!) dann ist hier die Hölle los. Der einzig sichere Ort an der ganzen Küstenlinie ist dann Puerto de Soller. Alle Ankerplätze sind unsicher und mehr was für den Badestop, es sei denn, man ist sich des Wetters absolut sicher!
Eine sehr schöne Bucht öffnet sich hinter Cabo Formentor, die Cala Figuera, in der man bei ruhigem Wetter auch mal übernachten könnte. Alles weitere entlang der Küste ist wunderschön aber völlig offen. Ansehen sollte man sich unbedingt die berühmteste Bucht Mallorca`s, Cala Sa Calobra, zu der im Sommer Tausende und Abertausende Touris mit Bussen die berühmten Haarnadelkurven runtergekarrt werden. Vielleicht wirkt sie ja von Land durch den ausgewaschenen Flusslauf, der hier endet und die wildromantische Schlucht so aussergewöhnlich. Von See aus muss ich sagen, kann man als Segler bessere und vor allem ruhigere Buchten entdecken. Aber das ist, wie so vieles, reine Geschmacksache.
Puerto de Soller bietet ein paar wenige Hafenplätze und gut haltenden Ankergrund als einziger Schutzhafen an der NW-Küste. Weiter geht es durch die Bucht von Deya (Strandschauplatz der Fernsehserie "Hotel Paradies"), die Bucht von Valldemossa (wo man das zinnenbewehrte Häuschen von Michael Douglas bewundern kann), vorbei an den hängenden Gärten von Banyalbufar Richtung San Telmo. Diesem Fischerörtchen gegenüber liegt Isla Dragonera, die sich schon lange und lauthals vorher durch Möwengeschrei ankündigt. Es gibt dort eine riesige Brutkolonie, Dragonera soll, genau wie es Cabrera schon ist, unter Naturschutz gestellt werden. Es gibt an der E-Seite 2 schöne Ankerplätze, allerdings nur was für ruhiges Wetter. Ausserdem sind die Möglichkeiten begrenzt, da wenig Schwojplatz, ggf. Landleine.
Freier und mit Platz liegt man auf guten Ankergrund (Sand) vor San Telmo, wir fanden es am besten zwischen dem grossen und dem kleinen Strand.