Mit der Deutschen Marine vor dem Libanon
Die Angst fährt mit. Der Einsatz der deutschen Marinesoldaten im Mittelmeer vor der libanesischen Küste zählt zu den gefährlichsten in der Geschichte der Bundesrepublik. Das Ziel: Den Waffenschmuggel für die islamistische Hisbollah im Libanon verhindern.
Unter den acht Einheiten ist auch die "Frankfurt am Main", das größte Marineschiff. Mit an Bord sind bei 220 Soldaten auch eine ganze Reihe Hessen, wie die Hauptgefreite Monika W. aus Diemelstadt. Der Obergefreite Tobias G. aus Frankfurt ist mit 18 Jahren der jüngste Matrose. Das riesige Schiff versorgt alle anderen mit Lebensmitteln, Treibstoff, Waffen und Munition.
Der Hessenreporter war einige Tage mit auf See."Rechnen müssen die Soldaten mit einem Fischerboot, dessen Besatzung freundlich winkt, das aber ein schwimmender Sprengsatz ist", sagt der Kommandeur des Einsatzverbandes, Flottillenadmiral Andreas Krause, "ein Selbstmordattentäter oder Waffenschmuggler, das weiß man nie vorher." Die "Frankfurt" besitzt auch das größte und modernste schwimmende Lazarett der Welt. Es dient übrigens auch der Erstversorgung der eigenen Kameraden - falls etwas passiert.
Eine Reportage von Andresa Graf.
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