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Italien: mehr Flüchtlinge als Betten 30-11-2008
In Italien sind in diesem Jahr mehr Flüchtlinge illegal eingewandert als geplant. Die meist über das Mittelmeer kommenden afrikanischen Flüchtlinge haben zur Überfüllung der Auffanglager auf italienischen Inseln geführt, so dass die italienische Regierung nun einen Teil der Flüchtlinge verlegen wird.

Lampedusa:
Flüchtlingsdrama im Mittelmeer
Nach der Ankunft hunderter Bootsflüchtlinge aus Afrika auf der süditalienischen Insel Lampedusa ist das dortige Auffanglager nach Behördenangaben überbelegt. In dem für 850 Menschen ausgelegten Aufnahmezentrum seien derzeit rund 1400 Flüchtlinge untergebracht, teilte die italienische Küstenwache am Samstag mit. Demnach sollten am Samstag 250 Flüchtlinge ausgeflogen und in Auffanglagern auf der Insel Sizilien oder auf dem italienischen Festland untergebracht werden. Die Insel Lampedusa, die rund 200 Kilometer südlich von Sizilien liegt, ist ein Hauptanlaufpunkt für Bootsflüchtlinge aus Afrika.

Trotz schlechten Wetters waren am Freitag mehr als 650 Bootsflüchtlinge auf Lampedusa angekommen. Nach Angaben des italienischen Innenministeriums sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres mehr als 24.000 Menschen illegal nach Italien eingewandert. Im Vorjahreszeitraum waren es mit 14.200 deutlich weniger. Die zum Großteil aus Afrika stammenden Flüchtlinge reisen meist auf nicht hochseetauglichen Schiffen über das Mittelmeer, um in die Europäische Union zu gelangen. Dabei kommen immer wieder Menschen ums Leben.
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