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Das Aus für den roten Thun? 19-11-2008
Am Ende

Nur ein Fangstopp kann den Roten Thunfisch noch retten. Das sagt die Umweltschutz- organisation WWF. Der Rote Thunfisch ist nach Jahren rücksichtsloser Ausbeutung vom Aussterben bedroht. Die Wende könnte jetzt eingeleitet werden, denn am 24. November tagt in Marrakesch die Thunfisch-Konferenz, bei der auch die EU anwesend sein wird.

Der WWF ist hoffnungsfroh: Zwei wichtige Fischfang-Nationen, Japan und Spanien, haben sich bereits für einen Fangstopp des Roten Thunfischs ausgesprochen.

Wissenschaftler empfehlen seit Jahren die Fangquoten zu reduzieren, auf etwa von etwa 15.000 Tonnen pro Jahr. Die Fangnationen hatten jedoch laut WWF, die zulässigen Mengen immer um etwa das Doppelte überschritten. Und wegen der massiven illegalen Fischerei habe der tatsächliche Fang allein im vergangenen Jahr bei etwa 60.000 Tonnen gelegen. Vor allem die Türkei, Italien, Kroatien, Libyen, Frankreich und Spanien überschreiten immer wieder die Fangquoten.

"Wir haben es hier mit einer regelrechten Thunfisch-Mafia zu tun", erklärte WWF-Fisch- ereiexpertin Karoline Schacht in Hamburg. Eine, vom Fangverband ICCAT eingesetzte Expertenkommission, habe kürzlich festgestellt, dass das Fischereimanagement versagt habe und aufgrund der bedrohlichen Situation für den Roten Thun sogar von einer "internationalen Schande" gesprochen.

Der WWF fordert einen Fangstopp, bis ein umfassendes Rettungsprogramm auf den Weg gebracht worden ist. Dazu zählen Schutzgebiete für Jungfische, schärfere Kon- trollen und eine drastische Verkleinerung der Fangflotte. Rote Thune gelten wegen ihrer extremen Schnelligkeit - sie können mit bis zu 70 Stundenkilometer schwimmen und durchquert den Atlantik in nur 40 Tagen - als der Ferrari unter den Fischen.
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