Südlich von Kos und bequem auf nahezu halbem Wege zwischen Astypaläa und Symi liegt Nisiros, eine fast quadratisch anmutende Insel, die dem Segler ausser 2 Häfen keine sicheren Ankerplätze bietet. Allerdings sind auch die Häfen,
Palon und Mandraki , beide an der Nordseite gelegen, nicht in jedem Wetter sicher. So sind sie bei Nordwinden ab 6-7 Bft. völlig unbrauchbar, hier empfiehlt sich die Bimsverladestation Yali , zwischen Nisiros und Kos als Ankerplatz.
Die Mythologie berichtet, dass der Meeresgott Poseidon von Kos einen Felsen aufnahm und ihn auf Polybotes, den Giganten schleuderte, um diesen zu töten. Dieser Felsbrocken verletzte Polybotes und fiel ins Meer, wo er als Nisiros verblieb. Jedesmal, wenn der verletzte Polybotes, der wohl noch immer unter dem Felsen liegen muss, Schmerzen verspürt, so äussert sich dies in einem Erdbeben und einem Ausbruch des bekannten Vulkans auf Nisiros. Nachdem dieser Vulkan lange Zeit Ruhe gegeben hatte, haben Geologen Anfang der Neunziger wieder seismologische Bewegungen und Gasaustritte verzeichnet.
Nisiros wird von Fähren aus Piräus, Rhodos und anderen Dodekanesinseln angelaufen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Inseln ist Nisiros, wenn auch nicht gerade ein Garten Eden, so aber doch wesentlich grüner. Im Landesinnern wachsen Feigen-, Oliven-, Mandel- und Zitrusbäume.
(C) 1999 Karin und Friedrich Gerkhardt ( Ausschnitt aus der CD-Rom Dodekanes Inseln )