Nach Rhodos und Karpathos ist Kos die drittgrösste Insel des Dodekanes. Ihre Grösse beträgt 290 km² bei einem Umfang von 112km. Der Sprung in die Türkei ist über den nördlichen Kanal nur ca. 3 sm, über den südlichen ca. 8sm breit.
Kos bietet sowohl hohe Berge, was, keine Rose ohne Dornen, für fürchterliche Fallwinde sorgt, als auch weite Dünenstrände, ein eher ungewohntes Bild in diesem Revier. Kos hat sich zu einem weiteren Zentrum des griechischen Inseltourismus gemausert und eifert in vielem dem grossen Vorbild, Rhodos, nach. Es verfügt über einen eigenen Flughafen und Fährverbindunge nach Piräus, Rafina, Kreta, Rhodos, sowie vielen Inseln der Kykladen und der Dodekanes.
Kos gehörte mit bedeutenden Stätten wie Lindos, Knidos, Rhodos, Halikarnassos zum dorischen Städtebund, wurde im 5.Jh. persisch besetzt und nach der Niederlage der Perser Mitglied des attischen Seebundes (479 v.Chr.) Ausserdem ist Kos die Geburtsinsel von Hippokrates (*460 v.Chr.), der als erster eine Ärzteschule gründete und als Vater der Heilkunst gilt. Auch nach seinem Tode 357 v.Chr. kamen die Menschen von überall aus dem Mittelmeerraum nach Kos, um in dem von ihm gegründeten Krankenhaus, dem Asklepeion, das gleichzeitig ein Kultort für den Gott Asklepios war, behandelt zu werden. Die Stadt Kos wurde 366 v.Chr. gegründet und erlebte aufgrund ihrer günstigen Lage zwischen West und Ost eine Hochblüte, die bis ins 6. Jhrdt. n.Chr. anhielt. Kos war unter anderem berühmt für seine feinen Stoffe, speziell auch Seide. Die erste Hochblüte der Stadt/Insel Kos wurde durch ein Erdbeben im 6. Jhrdt. gestoppt. Nach wechselhafter Geschichte und Belagerungen durch die Ptolemäer, Byzanz und die Sarazenen kam Kos 1315 unter die Herrschaft der Ritter des Johanniterordens aus Rhodos, die nach ca. 100 Jahren die Festung an der Hafeneinfahrt errichteten und zwar unter Verwendung der im Erdbeben zerstörten Materialien der antiken Stadt. Nach mehrmaligen erfolglosen Attacken durch die Türken siegten diese 1522 und hielten Kos fast 4 Jahrhunderte besetzt, bis es 1912 italienisch wurde. Erst 1948 wurde Kos mit Griechenland vereinigt.
Die Stadt Kos bietet einige Kulturgüter zur Besichtigung: Die Festung der Ritter des Johanniterordens aus dem 15. Jahrhundert, das Asklepeion, Kultort für den Gott Asklepios und gleichzeitig Krankenhaus, die berühmte Platane des Hippokrates, der diese gepflanzt und in ihrem Schatten die Heilkunst gelehrt haben soll. Ferner die Gasi Hassan Moschee von 1786 und das archäologische Museum.
Dem Wassersportler bietet Kos einige sichere Häfen, wie Kos-Hafen, Kamares, Mastikhari, sowie Ankermöglichkeiten.
(C) 1999 Karin und Friedrich Gerkhardt ( Ausschnitt aus der CD-Rom Dodekanes Inseln )