Knapp 2 sm SE-lich von Leros liegt Kalymnos, das berühmte Zentrum der Schwammfischerei im Dodekanes. Die Männer von Kalymnos gelten als besonders mutig, mussten sie doch aufgrund der weitgehend leergeräumten eigenen Fanggründe zur Schwammtaucherei bis an die afrikanische Küste fahren und ein abtauchen in immer grössere Tiefen wurde ebenfalls notwendig. Leichter verdient man heute mit dem Tourismus sein Geld. Kalymnos, die felsige Insel, gelegen zwischen Kos und Leros wird von Fähren aus Piräus, Rafina, den Kykladen, Kreta, der Ägäis, Rhodos und den anderen Dodekanesinseln angelaufen. Der Urlauber findet herrliche Ecken, z.B.
Vathi , Linarias , Myrtia oder Telendos , nicht zu vergessen das hübsche, wenn auch sehr quirlige und laute Kalymnos . Das Meer um die Insel ist klar, man hat gute Schnorchelgründe und die Buchten an der Westseite, der Schokoladenseite der Insel haben auch hübsche Strände.
Geschichtlich teilt Kalymnos das Los der anderen Dodekanesinseln. Besiedelt seit der Zeit der Karer folgten etwa gegen 1100 v.Chr. die Dorer. Im 5.Jh. v. Chr. wurde Kalymnos von Königin Artemisia von Halikarnassos, dem heutigen Bodrum erobert. Nach den Perserkriegen war die Insel Teil des attischen Seebundes, abhängig in weiten Teilen von der grossen Nachbarinsel Kos. Die Genueser lösten gegen Ende des 13.Jh die Römer ab und 1306 übernahmen die Johanniterritter die Herrschaft. Auch in Kalymnos währte die türkische Herrschaft von 1522 bis 1912, dem Jahr, in dem Italien die Dodekanesinseln übernahm. Mit den anderen Inseln wurde auch Kalymnos 1948 mit Griechenland vereinigt.
Ausflüge auf der Insel kann man zur vorgelagerten Insel Telendos oder auf eigene Faust ins Inselinnere unternehmen. Eine Bootstour zur Nachbarinsel Pserimos und dem dazwischenliegenden Inselchen Nekrothikes lohnen allemal.
(C) 1999 Karin und Friedrich Gerkhardt ( Ausschnitt aus der CD-Rom Dodekanes Inseln )