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Die Bretagne 2017-12-15
Die Bretagne, eine bekannte und touristisch sehr beliebte Region im Nordwesten Frankreichs erstreckt sich Halbinsel förmig über 27200 qkm und ist die Heimat von rund 3.2 Millionen Bretonen. Ihre Hauptstadt ist Rennes.

Nördlich der Iberischen Halbinsel bildet die Bretagne den westlichsten Punkt des europäischen Festlandes.
Im Süden und Westen ist die Region vom Atlantik umspült, im Norden schließt sich der Ärmelkanal, gegen das französische Festland im Nordosten die Normandie an, im Südosten die Region Pays de la Loire.

Ein Urlaub in der Bretagne ist schon aus klimatischen Gründen immer recht abwechslungsreich: der Golfstrom beschert der Region ein ozeanisch geprägtes Klima, welches für rasche Wetterwechsel von kurzer Dauer sorgt. So folgen auf Schauer immer wieder schnell Sonnenstunden
(rund 2000 im Jahr!), die Winter sind meist Frost frei, aber geprägt von Stürmen, wobei sich der Westwind besonders hervortut.
Die Sommer sind mäßig warm; generell ist das Wetter durch die atlantischen Hochs und Tiefs geprägt.
Die hier sehr stark ausgeprägten Gezeiten tragen ebenfalls ihren Teil zur Wettergestaltung bei, darüber hinaus ist die Luft extrem jodhaltig, was anfällige Menschen einkalkulieren sollten.

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Geschichtliches

* erste Besiedelungen im Paläolithikum
* sesshafte Ansiedlungen mit Landwirtschaft im Neolithikum, 5000 v. Chr.
* zwischen 4500 und 2000 v.Chr. Errichtung der meisten Megalithen (Dolmen, Menhire)
* 2. Jhrdt. v. Chr. Nachweis von 5 Stämmen, wovon der mächtigste die Veneter waren, die den Süden besiedelten. Sie führten die anderen Stämme im Widerstand gegen die Römer 58 v.Chr. an
* 56 v.Chr. Julius Caesar besiegt die venetische Flotte und startet die Romanisierung der Bretagne - Niedergang der Römer um 450 n. Chr.
* um 500 n. Chr. Chlodwig I. erobert die Bretagne
* ab 450 n. Chr. Besiedelung durch aus England übersetzende Inselkelten, die ihrerseits ihre Sprache ins romanisierte Land brachten und den Grundstein des Bretonischen legten
* um 600 bis 799 Königreich der Bretonen
* 799 Eroberung durch Karl den Großen
* 845 Schlacht von Ballon, König Karl der Kahle wird von Graf Nominoe besiegt, die Bretagne wird ein unabhängiges, vom Papst anerkanntes Reich
* um die Jahrtausendwende Zerschlagung des Reiches und Zersplitterung in kleine Herzogtümer
* Mitte des 14. Jhrdts. bretonischer Erbfolgekrieg, Dauer rund 20 Jahre
* in der Zeit bis zur franz. Revolution hatte die Bretagne das Recht auf einen obersten Gerichtshof mit Sitz in Rennes und eine eigene Ständeversammlung
* um die Zeit der franz. Revolution entwickelte sich das neubretonische Sprachgut, das von aufständischen Bretonen vehement verteidigt wurde
* 1898 Gründung der "Union Régionaliste Bretonne", die eine unabhängige Bretagne propagierten
* 1911 Gründung der „Fédération Régionaliste de Bretagne“ (für die Autonomie der Bretagne)und der Zeitung „Breiz Dishual“ (Freie Bretagne)
* 1914-1918 1. Weltkrieg, jeder 4. Bretone fällt als Soldat, oft auch aufgrund von Verständigungsschwierigkeiten mit französischen Soldaten, die die bretonischen Kameraden nicht verstanden, für Spione hielten und erschossen
* 2. Weltkrieg, Eroberung durch die Deutschen, die die Küstenlinie ausbauten, was zu heftigen Bombardements der Alliierten und somit Zerstörung der Küstenstädte führte
* 1941 das Département Loire-Atlantique mit der Hauptstadt Nantes wird von der Vichy Regierung ohne Volkszustimmung von der Bretagne abgetrennt. Dieser Zustand hält bis heute an.
* 1951 de Gaulle setzt ein Komitee zur Förderung der bretonischen Sprache und Kultur ein
Die Bretagne entwickelt sich zur wichtigsten französischen Agrarregion nach der Cote d´Azur

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Wissenswertes

"Breizh" heisst im Bretonischen "Bretagne" und begegnet einem im Straßenbild recht häufig, oft auch als Abkürzung "BZH". Weitere traditionelle Symbole sind die schwarzweiße Flagge "gwen ha du" und das Triskell
Mit einem herzlichen "be breizh!" wünscht der Bretone seinem Freund viel Glück. Das "be breizh" wird auch vom bretonischen Tourismusverband als internationaler Slogan verwendet.

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Sehenswertes

Im MeinWomoReisebuch Bretagne haben wir uns bemüht, die charakteristischen Seiten dieser wunderbaren Region zu zeigen
Worauf man nun das persönliche spezielle Augenmerk richtet, ist Geschmackssache:

1.rund 2700 km Küstenlandschaft in allen erdenklichen Schattierungen locken den Besucher

* da wäre die rosafarbene Granitküste zwischen Plestin les Greves und Louannec, die ihre Färbung vom speziellen Granit bekommt, der weltweit außer hier nur noch in China, Korsika und Ontario/Kanada vorkommt
* oder der Golf de Morbihan, das "kleine Meer". Dieses Binnenmeer mit Zugang zum Atlantik besticht durch Inselvielfalt und wunderschöne Natur und ist Heimat einer reichen Fauna (Vögel)
* Pointe du Raz - eine vom Atlantik um toste, 70m hohe Klippe, von der man einen atemberaubenden Blick übers Meer hat
* viele Inseln, wovon einige sehr besuchenswert sind, um nur ein paar zu nennen:
- Ile de Sein, oft umspült mit zum Windschutz sehr eng stehenden Häusern
- Ile de Batz mit Tropengarten, Gemüseanbau und Fischerdörfern
- Ile de Quessant, die westlichste Insel des Festlandes
- Ile de Brehat, Blumeninsel
- der Glénan-Archipel vor Concarneau
- Belle Ile

2. sehenswerte Städte und Dörfer wie Quimper, Nantes, Rennes, St Malo und viele viele mehr

3. Dolmen (Ganggräber), Menhire (Steinsäulen "Hinkelsteine") Zeugen prähistorischer Vergangenheit (Jungsteinzeit), die größte Menge findet man bei Carnac.
Menhire sind nach wie vor sagen- und geheimnisumwittert, ursprünglich hatten sie wohl kultisch-religiöse Funktionen. Sie wurden in Zusammenhang gebracht mit Ruhestätten der Seelen Verstorbener, Gerichtsstätten oder Götteridole.


4. Wandertouren, hier als Beispiel nur genannt:
* der Zöllnerpfad «Sentier des douaniers» der rund 4 km von Ploumanac’h nach Perros-Guirec verläuft. Ehemals ein Weg für die im 19. Jhrdt hier Wache schiebenden Zöllner ist er heute ein beeindruckender Weg zwischen den herrlichen Felsen der Granitküste.



Feste und Küche

Bretonen feiern gerne und oft. Jedes Dorf hat seine eigenen Festivitäten, irgendein Fisch oder eine Muschel oder ein Hafen kann immer gefeiert werden.
Ein kurzer Abriss, Informationen findet man überall vor Ort

* das Fest der Jakobsmuschel, alljährlich im April. Die Orte Loquivy de la Mer, Erquy und Saint Quay Portrieux wechseln sich als Austragungsort ab. Man kann Verkostungen vornehmen und mit den Fischern aufs Meer fahren
* Brest, internationales Hafenfest, alle 4 Jahre im Hafen, nächster Termin 2016, meist zwischen dem 13. und 19. Juli. Bei über einer Million Besucher ist hier mächtig was los!
* Keltenfestival in Lorient, das weltweit größte Keltentreffen unter Mitwirkung von Tanz- und Musikgruppen aus Irland, Schottland, Asturien, Cornwall
* Musikfestival von Carhaix, alljährlich im Juli (Größen der Musikbranche wie Scorpions, David Guetta oder auch SnoopDog namen schon teil)
* das Erdbeerenfest in Plougastel, an der Landspitze des Finistère,, am 2. Sonntag im Juni

Die bretonische Küche ist eine gelungene Mischung der Produkte aus Viehzucht, Landwirtschaft und dem, was das Meer den Menschen liefert.
Ursprüngliche Produkte wie gesalzene Butter, der "Yod", ein Getreidebrei, "Farz", gekochter Sterz oder die leckeren Crêpes sind auch heute noch sehr beliebt.
Daneben hat natürlich der Fischfang eine herausragende Bedeutung, liefert das Meer doch täglich frisch solche Köstlichkeiten wie Seefische, Jakobsmuscheln, Meeresspinnen, Hummer und Austern
Moules frites zB. sind KEINE frittierten Muscheln, sondern Miesmuscheln in einem Sud gegart und DAZU Pommes frites. Der Sud besteht im allgemeinen aus Weißwein, Kräutern, Zwiebeln, Knoblauch, Sahne und dem Miesmuschelsaft, aber jeder Koch hat hier natürlich "sein" Geheimrezept.
Die Muscheln leer futtern und dann den Sud mit frischem Baguette auf tunken...lecker!

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Schon mal was vom bretonischen Bier gehört??

Eine für deutsche Augen erst mal schräg anmutende Kreation, die weiß/rot oder bernsteinfarben daher kommen kann und auf Basis von Buchweizen-, Algen- oder Meerwasser gebraut wird.

Zu verkosten in den sog Cafés de Pays, z.b. in "La Taverne Saint Martin", 92 Rue Jean Jaurès,
29200 Brest oder einer der Brauereien, wie z.b. Brasserie des Abers, 2 Avenue de Porstall
29830 Ploudalmezeau


Auch die Freunde "geistiger" Genüsse kommen nicht zu kurz. Bei der Verkostung von Cidre (Apfelwein), "Eau de vie de Cidre", Couchon (Met der Druiden) oder dem aus Lannion stammenden Whisky kommt reinstes Bretagne-feeling auf.
Beim Kauf von Cidre sollte man darauf achten, einen Cidre fermier zu bekommen, der eine traditionelle Herstellung garantiert.
Im Sommer werden gerne Mischgetränke aus Cidre und Johannisbeer (Kir breton) oder Cidre und Pampelmusensaft genommen.

Genießen kann man Speis und Trank in unzähligen großen und kleinen Restaurants, Bars und Fischbuden oder nach einem Besuch mit Einkauf auf den farbenfrohen lokalen Märkten, nach zurückkehren zum heimischen Wohnmobil, im besten Fall mit Blick aufs Meer.

Ein paar ganz besondere Feinschmeckereien, besonders für Schleckermäulchen sind z.b. Salzbutterkaramell (Caramel au beurre salé)
Diese Spezialität wird mit Butter, Zucker, Mandeln, Haselnüssen und geheimen Ingredienzen hergestellt und ist einfach unwiderstehlich
Oder die Kouign-amann, eine Mehlspeisekreation, für die Liebhaber glatt morden.
Hergestellt in Douarnenez muss man sich darunter einen Kuchen vorstellen, der auf einem Brotteig, reichlich Zucker und Butter basiert und angeblich nur dem Könner gelingt. Es gibt daher sogar einen Verband des „Véritable Kouign-amann”,des echten Kouign-amman.
In ihm sind nur Bäckereien und Konditoreien zugelassen, die diese Kunst beherrschen

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