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Der fliegende Franzose 2009-11-28
Der fliegende Franzose
50 Knoten mit einer Yacht. Der Skipper will noch mehr
Der ablandige Mistral bläst bei Hyères oft mit 25 Knoten, dabei scheinen die Wellen nahe der Küste keine Rekordhöhen zu erreichen. Ideale Bedingungen für die Crew um Skipper Alain Thébault. Sie sind eigens für ihre Rekordjagd von der Bretagne ans Mittelmeer gekommen. Endlich wollen sie mit ihrer futuristischen "Hydroptère", einem 18 Meter langen Trimaran, Erfolge feiern. Nach 25 Jahren Experimentierphase, gespickt mit Rückschlägen, soll ihr Konzept nun zum Erfolg führen.
Dem französischen Hochseesegler Éric Tabarly schwebte schon in den 70er-Jahren ein leicht gebauter Trimaran vor, der nur mit Foils (Kufen) das Wasser berühren sollte, also ohne die bremsende Einwirkung des Wassers auf den Rumpf. Tabarly scheiterte jedoch an der Stabilität der Konstruktion. Erst als Karbon als Baustoff zur Verfügung stand, schien diese Vision realisierbar. Thébault griff die Idee 1987 auf, baute zunächst ein Modell im Maßstab 1:3, die Jungfernfahrt fand 1994 statt. Doch auch er stieß an die Grenzen der Physik. Immer wieder kam es zum Bruch. Doch Thébault gab nicht auf, und am Ende holte er den Rekord, den so viele holen wollten: Als erster Mensch fuhr er schneller als 50 Knoten mit einer Segelyacht.

Um so schnell zu sein erhebt sich die "Hydroptère" bei zwölf Knoten aus dem Wasser, dann berühren nur noch die Foils das Element, der Trimaran fliegt förmlich und verhält sich ähnlich wie ein Flugzeug. Sensoren überwachen dann das System eines über das Wasser schwebenden Dreibeins, das nur noch mit den beiden Kufen und dem Ruder Kontakt hält und bis zu zweieinhalb mal so schnell segeln kann, wie der Wind bläst. "Es ist faszinierend, was sich im Segelrennsport verändert hat. Immer schneller, aber auch sicherer zu segeln, ist die Triebfeder unzähliger Konstrukteure und Segler. Die magische Schallmauer von 50 Knoten zu durchbrechen schien trotzdem unmöglich", sagt Thébault.

Seit der Zusammenarbeit mit dem Genfer Sponsor und leidenschaftlichen Segler, dem Bankier Thierry Lombard, und seinem Bruder Adrien, sowie der Technischen Hochschule Lausanne, stellen sich auch Erfolge ein. Zwei Weltrekorde allein in diesem Jahr: 51,36 Knoten, gehalten über 500 Meter (die Minimalanforderung für die Anerkennung einer Weltbestleistung) und dann noch einmal 50,17 Knoten über eine Seemeile, eine fast viermal so lange Strecke.

Die nächste Herausforderung steht bereits bevor - die Jules Verne Trophy. Als der Franzose Bruno Peyron 1993/94 mit seiner Crew in 79 Tagen 6 Stunden 15 Minuten und 56 Sekunden die Erde umrundete, blieben sie nur knapp unter den im Roman von Jules Verne beschriebenen 80 Tagen. Romanheld Phileas Fogg ahnte schon damals: "Wir hätten es auch in weniger als 80 Tagen schaffen können." Der Rekord liegt derzeit bei 50 Tagen 16 Stunden 20 Minuten 4 Sekunden. Alain Thébault visiert nun 40 Tage an.

Um auch dieses Ziel umsetzen zu können, soll die "Hydroptère" zunächst einen Ozean überqueren. Größtes Problem ist dabei der Seegang, denn auf die etwa sechs Meter langen Foils wirken in der Welle immense Kräfte. Aber auch Winde unter zwölf Knoten gefallen dem Boot nicht, es läuft dann wie ein Verdränger und kommt schlecht voran. Der Plan: Thébault will zunächst ein zehn Meter großes Modell einer 30 Meter langen Maxi-"Hydroptère" bauen lassen und testen. Mit den Erfahrungswerten soll dann das große Schiff gebaut werden und 2012 zur Rekordfahrt um die Welt aufbrechen.

Alain Thébault ist aber nicht nur ein Rekordjäger. Fasziniert ist er vor allem von der Technik seines Schiffes. Vielleicht ist er aber in Wirklichkeit ein Pionier, der uns auf eine motorlose Zeit vorbereitet. Sicherlich will er nicht wie im Fliegenden Holländer der Natur trotzen oder sie gar verfluchen. Er will einfach nur die schier unendliche Kraft des Windes optimal nutzen.

Und natürlich ist er mit dem Überschreiten der 50-Knoten-Marke nicht zufrieden. 51,36 Knoten, das sind 95,12 km/h. Nach der 50er-Marke soll nun die 100 fallen.


© Copyright : http://www.welt.de/die-welt/motor/article5356202/Der-fliegende-Franzose.html

Diese Info wurde eingegeben vom User sailorsworld
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