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Von Mahon/Menorca nach Antalya/Türkei
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Sailors
Törnberichte |
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Karin Gerkhardt Catamaran Veligandu |
Zeit des Törns: Mai bis Oktober 1996
Vorbemerkung: alle Aussagen über Häfen und Ankerbuchten basieren auf unseren rein persönlichen Erfahrungen im Jahre 1996. Wenn jemand zu dem einen oder anderen Ort neuere Erkenntnisse hat, so würden wir uns freuen, wenn er uns dies per Email übermitteln könnte. Danke!
Wir haben zu jedem Land unsere persönlichen Eindrücke als Vorbemerkung niedergelegt, bitten aber zu beachten, dass dies rein persönlichen Erfahrungen entspricht und keine Allgemeingültigkeit hat!!
Nach wettermässig schlechter Woche in Mahon/isla Clementina starteten wir eines morgens um 0500 Richtung Sardinien. Der Wetterbericht hatte einen 5er aus W angekündigt, der uns mit seinen achterlichen Winden sehr zupass gekommen wäre. Bedauerlicherweise hat Rasmus an dem Tag wohl kein Radio gehört, auf alle Fälle hatten wir gleich zu Beginn des langen Törns in die Türkei die grosse Freude, aufgrund Flaute 160 sm zu motoren. Aber nichtsdestotrotz nahmen wir wohlgemut Kurs auf
Italien
Da wir schnell durchsegelten, sind unsere Erfahrungen in Italien sehr beschränkt.
Positiv: die sehr freundlichen Fischer (was durchaus nicht überall der Fall ist, so liebe ich zum Beispiel Spanien, aber seine Fischer,...ohoh....); die netten Leute an Land
Negativ: speziell in Sizilien waren die Einkaufsmöglichkeiten ausserordentlich drüftig, die erwarteten bunten Obst- und Gemüsemärkte boten gerade mal ein paar schrumpelige Kartoffeln und altersschwache Kohlköpfe, höchst enttäuschend! Ferner waren die Preise für miserable Häfen in Sizilien eine Frechheit! Wohltuend dann die freien Häfen am ital. Festland
Unterwegs zog es sich zusammen, die Vorhersagen der verschiedenen Wetterstationen einigten sich auf einen kommenden Mistral. So änderten wir den ursprünglichen Plan ab und liefen nicht Carloforte an, sondern Portoscuso auf Sardinien. Von befreundeten Seglern, die wir auf ihrem Rückweg getroffen hatten, wurde uns Carloforte als äusserst ungemütlich im Meltemi geschildert.
Wir standen knapp eine halbe Stunde vor Portoscuso, als der Himmel schwarz wurde und die ersten dicken Tropfen fielen, Volldampf voraus war die Devise und mit dem ersten Platzregen angelegt!
Portoscuso Westküste Sardinien
Die Einfahrt war ein bisschen eng und mehrere aufgeregte Italiener bedeuteten uns mit hektischen Handzeichen, volle Fahrt rückwärts zu geben, da für den Kat hier kein Platz sei. Aber wir sind ja für unsere Dickköpfe bekannt und so schlängelten wir uns in das hintere Becken, was unserer guten Veligandu und ihrem Skipper keine Probleme bereitete. Es gab Piers mit einzelnen Fingern, an die man sich prima legen konnte. Kein Strom, kein Wasser, kein Diesel, dafür auch keine Hafengebühren.
Im dahinterliegenden Ort kann man ganz gut einkaufen, geht man die Strasse hoch so ist kurz vor der Markthalle ein Weinhändler, der zu zivilen Preisen hervorragenden Weiss-, Rot- und Roséwein in 5l-Glasbehältern verkauft.
Portoscuso ist vom (war?) vom Tourismus relativ unbeleckt, die Bevölkerung freundlich.
Der tatsächlich einsetzende Mistral tobte sich mit 4m-Wellen draussen aus, wir lagen hier wie in Abraham´s Schoss!
Weiter gings in einem Rutsch nach
Marina Piccola del Puetto Südküste Sardinien
Nach langem Tag liefen wir hier ein und machten erstmal lange Gesichter. Nein, so beschied man uns, für einen Kat sei hier kein Platz. Nun war guter Rat teuer, Nach grossem Palaver mit dem etwas unwirschen Hafenmeister verwies uns dieser an einen Längseitsplatz, direkt unter einem Auslegerkran. Mit Fingerspitzengefühl galt es nun, das Schiff so einzumanövrieren, dass der Ausleger sich nicht inniglich mit unserem Rigg verbündete.....
Zu allem Überfluss durften wir dann für diesen Platz, direkt vor aufgebockten, abzustrahlenden Schiffen und dem Wackelkran auch noch 60,--DM die Nacht bezahlen. Darüber konnte uns noch nicht mal die gute Pizza im Hafenrestaurant trösten.
Seglerfreunden ist diese Ecke auch unschön in Erinnerung: auf ihrem Törn von Portoscuso nach Piccola del Puetto wurden sie unterwegs von der italienischen Coastguard aufgebracht, die zu der Zeit gerade nach Drogenschmugglern fahndeten. Man nahm ihnen alle Schiffspapiere und die Pässe ab und schickte die verängstigte 2-Mann Crew nach Piccola, wo man ihnen ihre Papiere zurückbringen würde. Zusammen mit der steilen Welle, die nach dem Mistral noch immer herrschte, sorgte dieses barsche Verhalten dann für grüne Gesichter beim einlaufen. Aber Gott sei Dank kamen die Herren des Küstenschutzes dann tatsächlich mit den Papieren im Hafen an und gaben dieselben zurück.
Wir sahen sie auch auf See, aber uns hielt man nicht an, offensichtlich erschienen wir als Familiencrew mit Hund und Katz harmlos!
Also, Zusammenfassung dieses Hafens: eng, voll, teuer, aber in nächster Nähe zu Cagliari.
Da es uns hier nicht gefiel, wechselten wir am nächsten Tag nach Cagliari, obwohl wir hörten, dass man mehrere Segler hier kurzerhand rausgeschmissen hatte, weil für Sportboote kein Platz mehr sei.
Cagliari
Das Beste, was einem in Cagliari wiederfahren kann, ist Siegfried vom TO kennenzulernen. Er war uns in vielerlei Hinsicht behilflich, wofür wir ihm hiermit nochmals herzlich danken. Das fing mit Fahrten durch die Stadt an und hörte mit der Besorgung eines tierärztlichen Zeugnisses für Italien noch lange nicht auf.......
Ansonsten ist Cagliari so, wie man es von dem Hafen zu erwarten hat: Industrie, Dreck, Lärm, schlechte Festmachermöglichkeiten, Schwell durch Fähren und Dickies. Wir konnten,wie schon die o.erwähnten Segler nicht mehr in dem Becken festmachen, das in den Pilots für Segler ausgeschrieben ist undlegten uns daher längs vor Kopf. Es ging gerade so, wenn es auch weit gemütlichere Plätze gibt.
Kein Platz für ruhiges, sicheres Liegen, aber natürlich gute Versorgungsmöglichkeiten.
Unser letzter sardinischer Hafen auf dieser schnellen Tour war
Villasimius
ein Unikum, noch nicht fertiggestellt. Das heisst, man pfrimelte seine Festmacher irgendwie um hervorstehende Enden von Baustahlmatten und hoffte, dass das Ganze hält. Dafür gab es teils beendete, mit marmorähnlichem Stein belegte Piers, die, höchst edel, in der gesamten Bauruine reichlich lächerlich wirkten. Aber naja, vielleicht ist die Sache ja mittlerweile fertiggestellt.
Wir wurden vom sehr freundlichen Hafenmeister persönlich in eine Lücke eingewiesen.
Kurz danach schreckten wir durch rüdes Gebrüll hoch und sahen uns mit einem Landsmann konfrontiert, der hier (übrigens zumindest damals ohne Genehmigung!) eine Tauchbasis betrieb. Wir würden seinen Platz einnehmen und wir sollten hier gefälligst verschwinden. Der Hafenmeister bestand darauf dass wir blieben und so legte er sich längs an ein unbewohntes Schiff. Ich hatte gleich ein ungutes Gefühl mit dem Herrn und siehe da, am nächsten Morgen fanden wir einen unserer schönen neuen Achterleinen sauber von einem (Taucher?-)messer gekappt.
Man begegnet schon den schrägsten Vögeln auf den Meeren dieser Welt.
Solltet ihr also dort einlaufen, haltet Ausschau nach dem Boot "Harry S."und haltet Abstand, sofern Euch Eure Festmacher lieb sind......
Fazit Villasimius: sehr "back to the roots" aber kostenfrei und betreut von einem sehr freundlichen Hafenmeister. Es gab Wasser, kein Strom, aber als Schutzhafen brauchbar, wenn man auf den Absprung wartet nach
Sizilien
Der erste Hafen auf Sizilien, den wir nach ruhiger Nachtfahrt anliefen war
San Vito Lo Capo
Fährt man hier ein, dann bleibt einem nur ein WOW!, ob der grandiosen Kulisse, die diese Bucht einrahmt!! Herrliche Landschaft paart sich hier mit gnadenlosen Abzockern. Wir machten müde längsseits am Schwimmsteg fest und dackelten Richtung Office, untergebracht in einem altersschwachen Wohnwagen. Der Signore peilte kurz Richtung Veligandu, sah den Kat, bekam Dollarzeichen in die Pupille und schmetterte uns ein knappes 120,-- DM entgegen. Wir müssen wohl reichlich entgeistert ausgesehen haben, denn als wir wieder zu Luft kamen, hatte er sich schon auf handeln eingestellt und eine finstere Miene aufgesetzt.Mit allergrösster Not konnten wir uns nach beiderseitig lautstarker Argumentation auf 60,-- DM einigen, wohlbemerkt für einen Längsseitsplatz. Wieso unsere knapp 12 m 20,-- DM mehr zu zahlen hatten als die 12m längsseits eines Monos ist uns bis heute schleierhaft......
Ansonsten gab´s Wasser und an der äusseren Mole sogar Diesel. Versorgen konnte man sich im nahen Dorf,wo das flanieren allerdings einem Spiessrutenlaufen glich, vielleicht sehen die locals nicht soviele Touristen?!
Unser Weg führte uns an der Nordseite der Insel Sizilien entlang. Nächster Stop war
Palermo
Berühmt - berüchtigt, mafiaflairumweht. Auch wir liefen ganz ehrfürchtig in den erwartungsgemäss schmutzigen Industriehafen ein, vorbei an festgemachten Kreuzfahrern und dicken Arbeitspötten. Im Pilot stand, dass man nach der Tankstelle zwischen den blauen Pollern kostenlos liegen kann. Wir machten fest und pochten auf dieses Recht, was dem Herrn von Nixe Yachting gar nicht recht war. Seine Frau, deutsch, meinte nur lächelnd, das müssen wir mit ihm ausmachen, was wir dann auch taten. Offensichtlich noch zu deutsch, müssen wir wohl Formalfehler beim handeln begangen haben, denn er fühlte sich in seiner sizilianischen Mannesehre gekränkt und wir mussten gar nichts zahlen.
Generell aber gilt anscheinend, dass einige der angeblich freien Plätze mittlerweile Charterfirmen gehören, mit denen man dann den Preis aushandeln muss.
Dort gibt es dann auch Wasser und Strommöglichkeit und, da am Ende der Pier (richtung Stadt) die Carabinieri liegen, auch einen sicheren Liegeplatz für den Landgang zum erforschen von Palermo.
Mit einer Wettervorhersage W 5 liefen wir am nächsten Morgen aus Richtung Cefalù. Mit herrlichem achterlichen Wind marschierte Veligandu gen Osten, der Wind nahm zu und, wie könnte es anders sein, aus dem 5er wurde ruckzuck ein 8er. Die Welle stieg so hoch hinter dem Schiff, dass die reichlich hohen Berge Siziliens nicht mehr zu sehen waren und so surften wir nur mit einem Taschentuch von Genua mit 8-9 Knoten Fahrt Richtung
Cefalú
Dank des ausgezeichneten Verhaltens des Katamarans bei achterlichem Wind und Welle gelangten wir trotz der Wetterumstände trocken bis kurz vor die Hafeneinfahrt. Dort allerdings mussten wir 90° nach steuerbord abdrehen und - schwupps - wurden wir zum guten Schluss noch von einem grüngläsernen Kawenzmann quer überrollt, brrr. Im Hafen empfingen uns dann kopfschüttelnde Freunde, die uns, gemeinsam mit einheimischen Fischern, fast 2 Stunden halfen, das Schiff auf dem letzten brauchbaren Platz festzumachen, bzw. mittels Anker und Leinen von der Molenwand abzuhalten.
Apropos Fischer: generell fanden wir, wohl weil wir auch zu schnell durchhetzten, Sizilien enttäuschend, aber die Fischer waren die wohl freundlichsten und hilfbereitesten im gesamten Mittelmeer. Grazie amici!
Während unseres Aufenthaltes in Cefalú, den wir trotz horrormässigem Schwell im Hafen sehr genossen, wurden im mittleren Becken Moorings ausgelegt, für die ab 2.6.96 kostenpflichtig waren. Die Höhe des Preises stand damals noch nicht fest.
Cefalú ist auf jeden Fall einen Besuch wert, es macht viel Spass in dem wunderschönen typisch italienischen Städtchen zu bummeln!
Der nächste Tag führte uns in ein Lagunenparadies,
Tindari
Man findet dort sich ständig verändernde Sände, die einen guten Schutz gegen die Wellen bieten. Im hinteren Teil der Lagune befinden sich am Grund alte, superdicke Taue, stark genug, um einen Ozeandampfer dranzuhängen. Traut man bei dem bewachsenen Grund seinem eigenen Anker also nicht so sehr, so kann man getrost eine solche Mooring aufnehmen.
Wir hatten hier einen ESE 7, den man sogar hätte abwettern können, allerdings ist dies auch die einzige Richtung hier drinnen, woher sich Schwell aufbauen kann. So zogen wir es einer ruhigen nacht zuliebe vor, noch abends um 19h ankerauf zu gehen und nach
Marina Porto Rosa
umzusiedeln. Bis wir allerdings drüben an Land ankamen, war es stockdunkel, aber von Land glitzerte es wie ein Weihnachtsbaum und zwar in allen Farben. Es ist ausserordentlich ratsam, entweder die Marina anzufunken und sich zumindest per Funk Einfahrthilfe geben zu lassen, denn rot/grün kann man in der Einfahrt nicht ausmachen! Oder aber man hält auf das blaue Restaurantneonschild zu (sofern es noch da ist....) und hofft dann, auf die Einfahrt zu treffen, wo einen das Hafendinghi zum durchschleusen durch den engen Hafenschlauch schon erwartet.
Ein schweizerischer Marinero nahm uns dort dann auch bei 38 Knoten in Empfang und wir waren froh, als wir sicher im Hafen lagen.
Der angeblich so hohe Preis in der angeblichen Mafiamarina lag bei 47000 Lira, was 13000 lira billiger war als in San Vito Lo Capo aber für erheblich mehr Luxus!!
Insofern erscheint uns Porto Rosa durchaus wert, angelaufen zu werden. Das zum Hafen gehörige Feriendorf strahlt schon etwas Luxus vergangener Tage aus, aber es lockt definitiv zum spazierengehen.
Von hier bis Messina durchzugehen war uns zu weit, also liefen wir vorher noch
Milazzo
an. Vorab: tun Sie´s nicht, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Der Hafen ist rein industriegeprägt, will sagen megadreckig; hinter der Pier, an der die Yachten mehr schlecht als recht (Poller oder Ringe Fehlanzeige!) an aus dem Beton rausragenden dubiosen Metallteilen festmachen, stehen in Reih und Glied (teils gefüllte) Müllcontainer, ein el dorado für Ratten!
Das hoffnungslos versaute Hafenwasser schwappt bei jeder der zahlreichen Fähren die Bordwände hoch, die Stadt lohnt die Anstrengung nicht, von Bord zu gehen.
Nur anzulaufen, wenn gar nix anderes mehr geht!!
Daher machten wir uns am nächsten Morgen in aller Herrgottsfrühe auf die Socken Richtung Strasse von Messina. Die berüchtigten Skylla und Charybdis - Strudel mussten wir (eigentlich Gott sei Dank) an diesem Tag mit der Lupe suchen, so ruhig war alles. Dafür setzte genau auf Höhe Messina N-Wind mit 30 Knoten ein, der uns wunderbar Richtung Taormina-Naxos schob.
Achtung!! Der Fährverkehr zwischen Messina und dem ital. Festland ist das gnadenloseste, was uns in dieser Beziehung je untergekommen ist. Dagegen empfanden wir sogar den englischen Kanal als ruhiges Gewässer. Wer kein sehr versierter Segler ist, sollte am besten unter Maschine so schnell wie möglich diese Stelle passieren, denn ausweichen muss immer der Segler, kein anderer nimmt auf ihn Rücksicht. Also: Hebel auf den Tisch und durch, es sei denn man beherrscht sein Schiff mit Wenden/Halsen/Ausweichen im Schlaf!!!
Taormina-Naxos
ist eigentlich nichts weiter als eine lange Mole, an der man, mit etwas Glück, sich zwischen die Fischer und Ausflugsboote quetschen kann oder frei ankert. Es gibt Wasser an der Mole, manchmal wird kassiert, manchmal nicht.
Der Ätna ist nah und auch Taormina sollte auf jeden Fall besucht werden, ein bezaubernder Ort, wenn auch sehr touristisch. Ausserdem findet man, so man ihn braucht, in Taormina einen deutschen Zahnarzt, Herrn Kuensig-Rehling, Tel.0942.625914.
Nach einer Woche Taormina ging´s weiter, quer über die Messinastrasse (mistige Wellen aus der Strasse auf die Breitseite!!) Richtung italienisches Festland.
Vorbei an Saline Joniche , einer EU-Ruine, die, wie so viele Häfen in Italien, nicht fertiggestellt ist, wo man aber kostenfrei zumindest festmachen und übernachten kann, kostenlos. Man hat keinerlei Serviceeinrichtungen, kein Wasser, kein Strom aber als Fluchthafen o.k., sofern man über die dem Hafen vorgelagert Barre kommt. Beim anlaufen also vorher erkundigen, oder langsam auslotend herantasten, die Tiefe ist nicht immer gleich gut in der Einfahrt
Wir laufen
Rocella Ionica
an, für den das gleiche gilt wie für Saline Joniche. EU-Ruine ohne Einrichtungen, aber ok. zum festmachen (wenn auch phantasievoll, da keine Poller oder Ringe..)
Vorsicht: richtet man sich nach den Positionen im Imray-Pilot, so landet man höchstwahrscheinlich auf dem Marktplatz von Rocella, also besser nachprüfen!
Das Dorf, wo man Basisproviant einkaufen kann, ist ca. 3 km vom Hafen entfernt.
Von Rocella gingen wir in einer Nachtfahrt, quer über den Golf von Taranto nach St.Maria di Leuca. Tun Sie´s nicht!, Wir tun´s auch nicht mehr!! Wie wir später von alten Hasen dieser Gegend efuhren, ist dieser Golf ein ausserordentlich hässlicher Geselle was Wind und Welle betrifft und wir schaukelten uns durch übelste Kreuzseen gen Osten. Dazu kam dann noch Starkwind auf die Nase, sodass wir für die letzten 5 sm zum Hafen St. Maria mehr als 3 Stunden mit Maschinenvollast benötigten........
(jaja, ich weiss, um nun jedem Supersegler gleich antworten zu können: nein, aufkreuzen war nicht möglich, probiert das mal mit einem Kat.....)
St.Maria di Leuca
Übermüdet und zitternd, weil im Pilot stand, mit dem derzeit herrschenden Wind könne man dort nicht sicher liegen, kamen wir im Hafen an.
Welche Freude zu sehen, dass auch hier umfangreiche Baumassnahmen stattgefunden hatten und man dank einer neuen grossen Aussenmole auch bei diesem Wind sehr dort sehr gut liegen kann.
Es gibt Schwimmstege mit Wasser, Strom und Moorings (!), die Hafengebühr lief zumindest 96 noch nach Gutdünken des "Hafenmeisters" ab, eines netten Jungen aus dem Dorf. Alles in allem ein ausserordentlich netter Fleck um auszuspannen, bevor es dann weitergeht nach
Griechenland
Auch hier die Kurzbeschreibung vorneweg:
Positiv: schöne Tavernas, leckere Küche, herrliche Buchten, die Menschen im Ionischen Meer freundlich! Gemässigter Segelwind im Ionischen Meer.
Negativ. in den Tavernas kommt allerdings das essen oft nur lauwarm, man empfindet das als normal, trotz Freundlichkeit imIOnischenMeer wird immer versucht, zu betrügen, also aufpassen wie die Schiesshunde, jeder versucht, den unbedarfen Tourist über den Tisch zu ziehen, immer vorher nach dem Preis fragen. In der Ägäis: sehr unfreundliche konsumorientierte Insel-Einheimische! Für Segelanfänger wegen Meltemi völlig ungeeignet!
Aufpassen: aufgrund mangelnder Hygiene (Müllabfuhr) wimmelt es sowohl in griechischen Häfen als auch in den Buchten (!) von Ratten. Aufgeschnittene und über die Leinen geführte Colaflaschen dienen als Rattenschutz, alles, was ins Wasser hängen und woran sich die Ratten hochziehen könnten, incl. Dinghi, gehört abends hochgezogen oder sonstwie verstaut, möchte man die ungebetenen Besucher verhindern....
Das Abenteuer Hellas begann mit
Insel Othonoi
nordwestlich von Korfu im Ionischen Meer (worüber Veligandu im Jahre 1999 eine informative CD-ROM herausbringen wird!).
Die Ankerbucht der Insel bot mit gutem Ankergrund und kristallklarem Wasser perfektes Wohlfühlklima. An Land gibt es einige Tavernas, in die man einkehren kann. Leider hörten wir mittlerweile von Freunden, die sich dort im Revier aufhalten, dass es gerade in dieser lauschigen Bucht zu Überfällen sowohl auf Yachties als auch auf die griechischen Tavernabesitzer durch Albaner kam. Unter dem Aspekt, dass Albanien hier sehr nahe ist, sollte man sich vielleicht nun doch von Othonoi fernhalten, bis sich die Lage wieder beruhigt hat.
Insel Korfu
empfing uns mit leichten Winden, viel Grün, weissen Häusern und tiefblauem Wasser.Wir liefen in die geräumige Bucht Gouvia ein, in der sich die gleichnamige Marina befindet. In 96 durfte man noch vor der Marina frei ankern, was mittlerweile wohl nicht mehr toleriert werden soll. Die Marina war ein Sammelsurium von Baustellen, Provisorien und Dreck. Mittlerweile hört man, dass nach Übernahme durch eine italienische Gesellschaft das Ganze ein Gesicht bekommen hätte und sich nun zu recht Marina nennen kann. Erfahrungswerte werden dankend entgegengenommen!
Auf alle Fälle gibt es hinter der Marina einen sehr guten, grossen Supermarkt, Griechenlandneulinge sollten hier den Apelia mit schwarzem Etikett (Rotwein) ausprobieren!
Lakka (Insel Paxoi)
Einen Traumankerplatz auf hellgrünem Südseewasser und feinstem Sandgrund findet man in Lakka. Man kann aber auch an die Stadtpier gehen und so sein Boot direkt vor denTavernas festmachen. Leider sind aus Lakka, bzw. von diesem Ankerplatz mehrere Diebstähle in der Yachtszene bkannt geworden (Dinghis!)
Die Tavernas sollten sehr gut sein, der Ankergrund am Pier ist allerdings schlechter als am Ankerplatz, da mit Kraut bewachsen.
unser Weg führte uns weiter nach
Gaios (Insel Paxoi)
witzig gelegen als Hafenschlauch hinter einer Insel (Ns. Nikolaos) Gleich nach der nördlichen Einfahrt an steuerbord gibt es nun einen neuen Betonpier, wo Yachten festmachen können, man kann aber auch weiter hineinfahren und vor dem Dorf festmachen. Die südliche Ausfahrt neigt zum versanden, vorsichtig herantasten oder die Einheimischen fragen.
nach den Inseln lohnt ein Abstecher zum Festland, wir beginnen in
Ormos Valtou
unmittelbar nw von Igoumenitsa. Eine tief einschneidende Naturbucht, deren Wasser durch Fischzuchten etwas trüb ist. Im hinteren Teil ankert man auf 2-4 m und ist gegen Wind und Welle hervorragend geschützt. Selten verirrt sich eine Yacht hierher und man teilt den Ankerplatz mit Ziegen an Land und frühmorgens zwitschernden Vögeln.
Keinesfalls ausser Acht lassen sollten Ruhesuchende den
Ambrakischen Golf
Hier kann man am Beginn nocheinmal festmachen in
Preveza,
um sich zu verproviantieren und dann, ab in die Natur!
Es finden sich unzählige Ankerplätze, die man sich, je nach Wind, aussuchen kann. Allerdings soll der Wind je weiter man in den Golf kommt stärker werden.
Wir lagen sehr gut in der ersten grossen Bucht an Steuerbord bei der Einfahrt nach
Vonitsa
ein kleines Städtchen, man kann davor ankern oder an die Pier gehen. Etwas verschlafen, typisch griechisch und immer mit der Ruhe, so könnte man Vonitsa charakterisieren.
Nach der Ruhe im ambrakischen Golf stürzt man sich in den Trubel von
Lefkas
Die Brücke, die die Einfahrt in den Kanal zwischen Festland und Lefkas versperrt, öffnet alle Stunde, angekündigt durch einen Signalton.
Ist man erst einma durch, tuckert man gemütlich durch eine Marschlandschaft, flaches Lagunenwasser.
Wir hielten nicht in Lefkashafen, der eine schlechte (Geruchs!)-Reputation hat, sondern segelten direkt nach
Nidri
wo man die Wahl hat zwischen der Stadtpier, der Bucht "Tranquil Bay" (ruhig, haha...) und dem rundum geschützten Ankerkplatz Vlichobay.
Der Anker findet überall hervorragenden Halt und man ist gegen alle Winde und Welle gut geschützt. In Nidri kann man gut einkaufen, im Hotel Athos können Skipper die Waschmaschinen benutzen!
Syvota
ist das Eldorado der Flotillen, die sich hier gerne bei den Tavernen treffen. Ebenso gerne aber ankern die Sunsailflotillen in
Abelikebay (Insel Meganissi)
Auf Meganissi gibt es verschiedene wunderschöne Ankerplätze, auf keinem allerdings sollte man seinen Rattenschutz vergessen. Eine rechte Plage sind die Ratten in der Abelikebucht, aber sie ist so wunderschön, dass man gerne den Schutz an den Landleinen ausbringt. BeimAnkergrund, der dick bewachsen ist, sollte man aber sichergehen,dass der Anker gut sitzt, dann hat man hier ein schönes Fleckchen zum relaxen; zumindest ausserhalb der Hochsaison, da dann die dicken italienischen Motorboote mit ihren Generatoren einfallen.....
Phiskardo (Insel Kephallinia)
Sehr schöner, sicherer Hafen an der NE-seite der Insel. Typisches, malerisches griechisches Inseldorf mit hübschen kleinen Geschäften zum stöbern
Die Hafenmole ist zumeist von Charterern /flotillen belegt, man kann auch gegenüber ankern, dort ist allerdings miserabler Ankergrund.
Sehr schön zum bummeln an Land, bis spät abends ist einiges los!
Begrenzte Einkaufsmöglichkeiten.
Euphimia (Insel Kephallinia)
Kleiner Hafen an der E-Küste mit Böen aus NW. Man kann sich gut mit Lebensmitteln versorgen, ankern ist frei und am Pier möglich.
Ankerplatz Pera Pigadi (Insel Ithaka)
Ein Traumankerplatz an der E-seite von Odysseus`Insel. Man sollte nur nicht am ausgerechnet allerschönsten Fleck, mit Leinen zur Insel festmachen, da diese bekanntermassen Ratten-verseucht ist.
Aber zum schwimmen und schnorcheln genial!
Sarakiniko Bucht (Insel Ithaka)
Eine Bucht an der E-Seite, gut geschützt gegen die Nordwinde, gegen die man sich gut mit Leinen an Land sichern kann. Vor 20Jahren war dies die Bucht mehrheitlich deutscher Aussteiger, die hier ihren Traum vom alternative Leben verwirklichen wollten. Heute ist davon nicht mehr viel übrig, ein paar Leute leben noch in den hüttenähnlichen Häusern, die sich hinter der Bucht hügelan ziehen.
Der Tavernawirt ist sehr freundlich, man sollte ihm einen Besuch abstatten!
Platygiali (Festlandküste)
sehr gut geschützter, lagunenartiger Ankerplatz ohne jegliche Versorgung aber zum übernachten perfekt. Guter Ankergrund, Sand mit Kies, zwischen 3 und 5m Ankertiefe.
Golf von Patras
Im Golf von Patras und von Korinth herrschen den Sommer über meist W-Winde, sodass in Richtung Osten schönes achterliches Segeln angesagt ist. In Frühjahr und Herbst sollen östliche Winde vorherrschen.
Mesolongion
lange Einfahrt in das Hafenbecken durch eine betonnte Rinne, am Rand derselben stehen Häuschen auf Pfählen, das ganze mutet an wie in Indonesien!!
Das Hafenbecken selbst bietet Anlegemöglichkeiten am Pier oder man ankert frei im Becken, guthaltender Mud, aber tief, 9m! Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt
Navpaktos
Konnten wir nicht anlaufen, er war zu klein und zu voll für einen Katamaran.
Trizonia Island
Oberklasse!! Ein absoluter Lieblingsplatz für Fahrtensegler, die ihre Ruhe haben wollen, dennoch andere Fahrties treffen möchten und strommässig unabhängig sein können! Denn, Strom und Wasser am Steg ist nicht, Wasser kann man sich aber an der Quelle am Ende der Pier holen, Eine. bzw, mehrere Piers sind aber vorhanden mit guten Festmachermöglichkeiten, allerdings ist die Fertigstellung dieser EU-Ruine mehr als fraglich, da die Mittel fehlen. Da es aber nichts kostet, ist es einerseits gut, andererseits wäre das hier, auch von der herrlichen Umgebung her, ein wunderschöner Hafen!
Verpflegung kauft man in dem kleinen Inseldorf, abends trifft man sich bei Lizzy`s Yachtclub, wo man auch Wäsche waschen und Bücher tauschen kann!
Itea
Ein grosser Hafen, in den durch Öffnungen unter der Hafenmole Schwell reinsteht, daher recht unkomfortabel. Aber, da er nicht fertig ist (und das wohl auch nicht werden wird) ist er kostenlos. Aus Erfahrung können wir hier sehr nette Apotheker bestätigen, überhaupt waren die Leute in Itea sehr hilfsbereit und nett.
Von Itea aus kann man mit dem Bus nach Delphi fahren, Kultur tanken.
Korinth
bietet in seinem Yachthafen Platz für Yachten, in unmittelbarer Nähe zum Eingang zum Kanal und daher bestens geeignet, um hier zu übernachten, wenn man gleich am nächsten Morgen weiterwill.
Auf all unseren Reisen ist uns noch nie etwas geklaut worden, aber hier kam unsere Presslufthupe abhanden, die wir dummerweise über nacht im Cockpit vergassen. Insofern haben wir an Korinth nicht die besten Erinnerungen.
Kanal von Korinth
ist derzeit geschlossen, da Wände eingebrochen sind, aber wir hoffen mal, dass er bis 99 wieder ok. ist, da wir dann auch nochmal durchwollen.
Bei unserer ersten Durchfahrt im Jahre 96 kostete der Trip 200,-- DM für unser Schiff (12m), griech. Flaggen zahlten davon 50%, was nicht gerade der Europagesetzgebung entspricht, nach der alle EU-Staaten gleichgestellt sein sollten.
Dennoch ist die Fahrt in Erlebnis, das man nicht missen sollte.
Ormos Kophos
oder auch Sophikou liegt an der E-seite des Peloponnes im Saronischen Golf.
Die grosse geschützte Bucht eignet sich gut zum anker, wenn auch im hinteren Teil sehr viele Schwimmleinen von lokalen Fischern herumtreiben. Eine davon verirrte sich in unserern Prop.......
Ausser ein paar Ferienwohnungen und Fischerhäusern bietet sie nichts besonderes, ist aber ein guter Übernachtungsplatz wenn man aus dem Kanal von Korinth kommt.
Ägina-Hafen auf Insel Ägina Kykladen
Der Oberhammer schlechthin!! Zunächst einmal muss man ca. um 11h einlaufen, das ist die beste Chance, einen Platz zu ergattern. Danach geht alles nach stop and go Manier, zum guten Schluss und gegen nachmittag liegen die Yachten in 3bis 4er Reihen, es herrscht das wahre Chaos über Wasser und unter Wasser bei den Ankern erst recht!!
MERKE: Aegina nur mit äusserst starken Nerven anlaufen, dann aber ist es schön, man bekommt was geboten für sein Geld. Schlechte Karten allerdings haben 2Mann-Crews, da wir zumindest NIEMALS das Schiff hier alleine liegen lassen würden, nicht mal für einen Stadtbummel!! Einer muss immer an Bord sein, will man keinen Bruch riskieren.
Auf Ägina lohnt ein Besuch des Aphaiatempels, er sieht genauso aus, wie man sich den klassischen griechischen Tempel vorstellt und die Fahrt mit dem Bus ist ein Erlebnis für sich, halsbrecherisch und südländisch-temperamentvoll.
Ormos Fikiadha (Insel Kithnos)
Ein tolles Plätzchen hinter einer Sandbarre in der NE-Ecke von Kithnos. Landschaftlich ein superschöner Platz, aber mit miserablem Ankergrund. Dennoch wetterten wir hier über 3 Tage einen 8er Sturm ab, allerdings mit allen Ankern und ständigen Ankerwachen. Es gibt keinerlei Versorgung, dafür muss man in das nächste Dorf, Merikha, nahebei
Naousa (Insel Paros)
Eine Riesenbucht im N von Paros, mit vielen Einschnitten. Man kann vor der Stadt Naousa ankern, oder auch dort im Hafen, man kann aber auch in den diversen Einschnitten frei ankern. Wir fanden es schön in O. Ay Ionnaou, das ist an der westlichen Seite der Bucht. Aber auch im nördlichen Zipfel gibt es guten Sandgrund und man liegt in schöner Umgebung, geschützt gegen den sommerlich vorherrschenden Meltemi.
Zum einkaufen kann man dann ja nach Naousa verlegen.
Naxos (Insel Naxos)
Der Haupthafen der Insel mit Fähren und Trubel. Zum besichtigen des Städtchens kann man ihn anlaufen, allerdings muss man Glück haben, einen Platz zu finden. Obendrein ist er superdreckig und stinkt nach Fäkalien, also es gibt lauschigere Ecken.....Der Grund ist guthaltender Schlamm, fauligstinkend beim hochholen des Ankers...
Ormos Mirsini (Insel Skhinousa)
ist eine Bucht an der SW-Seite der Insel mit miserablem Ankergrund. Besser geht man an die Pier, wobei man die Fährzeiten beachten muss. 96 lagen diese bei 1000 und 1800, ansonsten ist die Pier frei.
Ormos Vathi (Insel Astypaläa) Dodekanes
(siehe hierzu auch Veligandu´s CD-Rom " Dodekanes-Inseln ")
Eine rundum geschlossene Bucht, supersicher aber mit trübem Wasser, das nicht gerade zum baden einlädt. Der Grund ist dickes Kraut, aber wenn der Anker erstmal durch ist, kann man sich beruhigt zurücklehnen.
Es gibt keinerlei Versorgung, nur an Land steht einsam ein Haus, das wohl gleichzeitig als Taverna dient
Maltezana
Im S der Insel Astypaläa ist ein verschlafener kleiner Ort, der hauptsächlich von seiner dem Hafen vorgelagerten Fischzucht und den Touristen im Sommer lebt. Es gibt eine lange Pier, an der man festmachen kann,oder aber man ankert in der Bucht daneben auf sandigem Kies. An der Pier gibt es gute, dicke Poller zum festmachen.
Vielleicht trefft Ihr an Land auf Hans, einen deutschen Oktopusfischer und könnt ihn zum Fang überreden. Auch bei der Rezeptur für das Viech ist er bei einem oder mehreren Gläschen Ouzo gerne behilflich. Grüsse vom Kat Veligandu ausrichten nicht vergessen!
Palon (Insel Nisiros)
Ein wunderschöner Hafen an der Nordseite von Nisiros. Glaubt nicht den Pilots und geht bei jedem Wetter hier rein: schon ab 6 Bft. aus N steht eine fiese Welle auf den Hafen und ab 8 kann man nicht mehr raus.... aber die Welle rein. Den Tanz, der daraufhin folgt, kann man sich leicht ausmalen. Also: bei strengem N besser auf den Ankerplatz nördlich von Palon, Yali verholen. Man liegt dort auf feinstem Sand über kristallklarem Südseewasser schwebend und der Norder kann einen gern haben.....
(viel mehr dazu und zu anderen Griecheninseln in
Veligandu´s CD-ROM "
Dodekanes-Inseln
")
Aber zurück zu Palon: wenig Platz, früh einlaufen lautet die Devise. Nette Tavernas an der Wasserfront, unbedingt mit gemietetem Motorroller an den Vulkan fahren!
Von Palon aus ist es dann ein schöner Tagestörn rüber nach
Marmaris
Türkei
( ausführlichst beschrieben mit über 3000 Farbbildern, mehr als
200 Ankerplätzen, Häfen und Buchten in Veligandu´s CD-Rom
Türkische Küste von Antalya bis Kusadasi )
Marmaris ist ein Kapitel für sich. Die Touristen lieben es, die Fahrtensegler haben sich damit arrangiert. Es gibt diverse Marinas von hohem preislichen Niveau, die teuerste davon die Netsel-Marina in Marmaris selbst. Marmaris ist Port of Entry, lässt man die Einklarierung in der Marina machen zahlt man 100,--DM extra. Macht man die Rennerei selbst, kann man sich das locker sparen.
Marmaris im Sommer ist die reine Hölle, schwitzende Urlauber aus aller Herren Länder, vorzugsweise Deutschland und England schieben sich Schulter an Schulter durch den Basar und entlang der Hafenmole, wo Hunderte von Gülets auf Kundschaft lauern.
Guckt´s Euch an, wer Trubel liebt, kommt voll auf seine Kosten.
Fahrtensegler ankern auf dem Ankerplatz vor der Netsel oder gehen in die E-Ecke zum ankern, vor das Magic Life Holiday Resort. Von dort hat man eine gute Anbindung per Dolmus nach Marmaris.
In 1996 machten wir weiterhin Station, auf dem Schnelltrip nach Antalya in
Kapi Creek (Fethiye-Golf)
einer wunderschönen Bucht, leider mit schlechtem, weil felsigen Boden, der nur dünn von Sand bedeckt ist.
Am besten, man nimmt entweder an steuer- oder backbord nach der Einfahrt eine der Moorings auf. Allerdings liegt man an backbord direkt vor der Taverna, die dann auch den Besuch der Crew erwartet.
Karagöceler (innerhalb des Gebiete Gemiler)
ist beliebte Ausflugsbucht für Daytripperboats und beherbergt ein paar total übergeschnappte Gockel, die tatsächlich 24 h am Tag unablässig krähen. Wen das nervt, der sollte besser hinter der Gemiler Adasi ankern!
Für den nächsten Trip nach Kalkan, vorbei an den 7 Kaps sollte man nicht zu spät starten, in dem Gebiet kommt es oft zu Starkwind!
Kalkan
ist ein nettes kleines Städtchen, der Hafen hat zwar Fallböen, aber der Ankergrund ist gut. Es wird eine recht hohe Hafengebühr erhoben, die von Jahr zu Jahr variiert und desweiteren dem persönlichen Verhandlungsgeschick unterliegt.
Schöne Geschäfte und nette Lokale laden zum bummeln ein.
Kas
gehört unsere Liebe nicht, man signalisierte beim einlaufen einen Preis von 25,--DM (wohlgemerkt für einen Fischerhafen in der Türkei in 1996!!!), was uns spontan abdrehen liess und in die Ankerbucht verholten, nach Bayindir Liman. Der dortige junge Tavernawirt aktivierte bei unserem Anblick seine Familie und öffnete extra wegen uns seine Taverna! Und das auch noch zu einem durchaus familienfreundlichen Preis. So verfutterten wir hier das Hafengeld, das bei dem jungen Wirt sicherlich besser angelegt war!
Kastellorizon (griechisch!)
verdient sicher einen Abstecher, allerdings sollte man vorher nach den derzeit gültigen Gepflogenheiten in puncto Grenzübertritt erkundigen. In früheren Jahren marschierte man einfach mit einer Crewliste zum Hafenmeister, zahlte ein paar Drachmen und das war`s. 1998 wurde von Seglern berichtet, dass sich nach Rückkehr nach Kas vom türkischen Hafenmeister in Kas angepflaumt wurden und er versuchte, Strafe zu erheben...... Von Kastellorizon allerdings hörte man bisher noch nichts, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste...
Auf Kastellorizon kann man im Hafen anlegen, oder in Mandraki, um die Ecke ankern. Von Mandraki ist es nur ein kleiner, aber schöner Spaziergang über den Hügel nach Kastellorizon.
Kekova
mit seinen Dörfchen Ücagiz und Kale Köy muss man besucht haben, ein Blick vom Kastell in Kale Köy über den Archipel ist ausserordentlich lohnend.
Im innersten Punkt von Kekova Reede vor Ücagiz liegt man bei jedem Wetter wie in Abrahams Schoss, der Grund ist festhaltender Schlamm, Wind und Welle bleiben draussen!
Finike
Das ehemalige Fischernest ist derzeit dabei, den Tourismus für sich zu entdecken. 1996 war hier noch nichts ausser einem Fischerhafen, mittlerweile hat die Seturgruppe eine Marina ausgebaut (in der Veligandu auch zur Zeit überwintert/1998/1999)
Der Hafen ist sehr gut gegen Wind geschützt, wie wir nun nach 12 wöchiger Erfahrung berichten können.
Lebensmittel sind fast alle gut zu bekommen, aber für grössere Anschaffungen, speziell auch für das Boot muss man doch nach Antalya.
Auch sind die Menschen noch nicht so an Fremde gewöhnt wie in Antalya, aber das muss ja nicht von Nachteil sein.
Cavus
ist eine nach E offene, nur bei Schönwetter zu nutzende Bucht in der grossen Bucht von Antalya. Gute Chancen für Thunfischfang zwischen der kleinen Insel und dem Festland, gleich nördlich der Cavusbucht!
Cineviz
hier gilt ankermässig dasselbe, unzuverlässig in schlechtem Wetter aber landschaftlich wunderschön. Die Karl May - Kulisse ist atemberaubend!
Kemer
Bis 98 heruntergewirtschaftete Gammelmarina, mittlerweile renoviert und unter dem Namen Parkmarina als Edelmarina wiedereröffnet. Teuere Tagespreise, für längeren Aufenthalt lässt sich verhandeln, allerdings recht tot im Winter.
Antalya
Endpunkt der Überfahrt der Veligandu im Jahre 1996 und Überwinterungsort für die nächsten 2 Jahre.
Die Stadt, gute 20 Minuten mit dem Bus von der Marina entfernt, ist ein Moloch. Laut, dreckig, überfüllt. Wenigstens bekommt man meist das, was man sucht, sofern man weiss, wo man suchen muss!
Im Vergleich zu der Bevölkerung weiter nördlich (z.B. Fethiye) sind in Antalya deutliche Unterschiede bemerkbar: der Tourismus feiert hier fröhliche Urständ und alles ist auf Kommerz ausgerichtet. Ist man nicht gewillt, Touristenpreise zu zahlen, ist man ruckzuck uninteressant. Dennoch zum überwintern nicht der schlechteste Platz, auch wenn die Setur Antalya Marina doch mehr den Winden ausgesetzt ist, als zum Beispiel Setur Finike (eigene Erfahrung!)
Wenn wir Euch Laune gemacht haben auf dieses schöne Segelrevier, guckt dochmal in aller Ruhe die CD-Demos, sowohl von " Türkische Küste von Antalya bis Kusadasi " als auch " Dodekanes-Inseln " an!!
Darin haben wir uns viel Mühe gegeben und dieses einmalige Revier in mehreren tausend Farbbildern, mehreren hundert Hafen-und Buchtplänen dokementiert. Nicht zu vergessen die jeweiligen Texte mit vielen Insider-und Hintergrundinformationen!
Wir hoffen, es hat Euch Spass gemacht und wünschen Mast-und Schotbruch und allseits die berühmte Handbreit Rum unter´m Kiel.
Karin Gerkhardt , Catamaran Veligandu