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Neuer Hafen auf Santorini |
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Harry Mazurkewitz |
Obwohl schon in der "Yacht" im Zusammenhang mit einem Törnbericht der neue Hafen von Santorini beschrieben wird, so trafen wir doch viele Skipper, darunter auch Einheimische, die nur eine ungenaue Vorstellung von der Position dieses Hafens hatten. Die berühmt-berüchtigte Festmachertonne im Kraterbecken und die schlimmsten Geschichten dazu geistern auch noch herum und lassen den Gedanken, diese Insel bei Meltemi anzulaufen, gar nicht aufkommen. Dabei kann man den neuen Hafen gerade bei Meltemi besonders einfach anlaufen und liegt bei sämtliche Windrichtungen absolut ruhig. In der Einfahrt haben wir drei Meter gemessen und im inneren Hafenbecken 2.5 Meter.
Die Einfahrt ist nach Osten offen, aber von See her schwer auszumachen, da die sehr hohe Steinmole mit dem Sandstein im Hintergrund eine optische Einheit bildet und von den Booten im Hafen nur die Masten zu sehen sind. Zudem gibt es keine Befeuerung am Molenkopf. Nachts ist es absolut unmöglich, diesen Hafen anzulaufen, da auch im Hafen selbst jedes Licht fehlt.
Bei östlichen Winden kann starker Schwell in die Einfahrt stehen, der sich aber sofort beruhigt, wenn man den Molenkopf gerundet hat.
Geplant sind Mooringleinen, aber im Oktober 1999 war davon noch nichts zu sehen. Man kann im inneren Hafenbecken ankern und mit Heck/Bug zur Pier oder einfach längsseits gehen. Platz ist genügend vorhanden, wenn auch manchen Stellen Fischer alte Reifen als Fender an die Mole gehängt haben und den Platz beanspruchen. Ein Recht dazu haben sie aber eigentlich nicht, zumal der Hafen mit EU Geldern finanziert wurde.
Infrastruktur: Ein Hotel (im Oktober geschlossen), zwei Tavernen, Busverbindung mit Thira und Perissa (zweimal am Tag). Bootstaxi zu verschiedene Stränden. Besser ist es in der Taverne "Limanaki" bei Angelos Darzentas nach einem Taxi zu fragen oder durch ihn einen Mietwagen zu organisieren. Die Familie ist sehr freundlich und hilfsbereit. (Taxifahrt nach Thira ca. 15'; Busfahrt ca 35')
Wasser und Diesel wird mit Tankwagen geliefert. Die Telefonnummer ist auf einer Tafel am Quai notiert.
Ein Minimarkt (nur im Sommer geöffnet) ist in ca. 10 Minuten zu erreichen.
Die Lampen, die das Hafengelände beleuchten sollten, sind noch nicht verkabelt und demzufolge gibt es auch keinen Strom am Quai. Nachts herrscht im Hafen völlige Dunkelheit.
Harry Mazurkewitz