|
Ein Hoch auf die Azoren |
Sailors
Törnberichte |
|
DMC-Reisen Mühlbauer Deutsches Mitsegler Centrum |
Badezeug und Gummistiefel, Sonnenhut und Regenschirm, warmer Pulli und Sonnencreme gehören als ständige Begleiter bei einem Aufenthalt auf den Azoren dazu. Hier in Horta auf der Insel Fajal sollen wir beide, meine Frau Gabi und ich, die Hibiscus, eine Oceanis 430, übernehmen und nach Palma de Mallorca überführen. Aber vor der Überfahrt möchten wir uns dieses bei uns wenig bekannte Segelrevier noch genauer ansehen.
Die portugiesische Inselgruppe, 1000 km westlich von Lissabon mitten im Atlantik gelegen, dort, wo auf der Wetterkarte im Fernsehen das Azorenhoch zu finden ist, besteht aus neun Inseln, welche die unglaubliche Weite des Ozeans unterbrechen.
Früher machten hier Walfänger und Postschiffe halt, um Vorräte und Treibstoff zu ergänzen - in den Häfen herrschte betriebsame Hektik - heute jedoch gehen die Uhren auf den Azoren anders, die Zeit scheint langsamer zu verrinnen: Die Großschiffahrt braucht keinen Zwischenstop mehr, um über den Großen Teich zu kommen, und auch die Ära der Walfänger ist vorbei, wenn auch erst seit einigen Jahren.
Heute wie damals wird excellenter Wein gekeltert, dessen vorzüglicher Geschmack vom vulkanischen Boden und der reinen Atlantikluft bestimmt ist. Als Exportware wurde er als seltene Delikatesse bis an den russischen Hof gebracht.
Viele Leute leben auch heute noch vom Fischfang. Die Fischgründe rund um das Archipel bieten alles, was das Herz begehrt: Von der kleinen Sardine über Makrelen, verschiedene Brassenarten, Zackenbarsche bis über 1 Meter Länge..... und Tonnen von Thunfischen, eine der wichtigsten Fischarten auf den Inseln. Bis zu vier Meter lange Schwertfischen mit einem Gewicht von 4 bis 5 Zentnern werden gefangen. Nicht verwunderlich ist, daß Liebhaber des "Big-Game-Fishing" auf die Azoren kommen, um hier ihrem "Sport" zu frönen - vielleicht geht ein neuer Weltrekordfisch an den Haken.
Jetzt sind wir also da. Vom Flugplatz aus fahren wir mit dem Taxi, einem etwas betagten, aber gut erhaltenen Fahrzeug südwestdeutscher Fertigung, die wenigen Kilometer nach Horta, dem Haupt der Insel Fajal.
Wir kneifen die Augen zu, die Helligkeit blendet - also Sonnenbrille auf - ja, das ist besser so. Aber wieso eigentlich Sonnenbrille?! Der Himmel ist fast bewölkt, nur ab und zu blitzt etwas blauer Himmel durch die Wolkenlöcher! Irgend etwas scheint mit unseren Augen zu sein - die Bäume, der Himmel, der Boden, ja einfach alles sieht anders aus... Unbegreiflich...
Nach und nach dämmert uns des Rätsels Lösung: Die Inselgruppe liegt ja mitten im Atlantik, fernab von Industrie und Ballungszentren - kein Stäubchen verwehrt die Fernsicht. Das fast schwarze vulkanische Gestein, das an vielen Stellen offen zu Tage tritt, steht in kontrastreichem Gegensatz zum übersatten Grün der üppigen Flora um uns herum: Wie ein botanischer Garten breitet sich die Landschaft rund um uns aus. Farben und Kontraste so intensiv, daß die Augen brennen, ein Grün, das in unserer staubigen Heimat noch nie gesehen wurde - das ist unser Eindruck bei der Ankunft.
Der Taxifahrer stoppt bei einer Tankstelle (Treibstoff muß sein, auch ein Schwätzchen mit dem Inhaber, der Fahrgast wird nicht gefragt, aber man hat ja Zeit), und diese eigentlich unfreiwillige Pause läßt eine erste kleine Inspektion der Umgebung zu. Sattrot blühender Hibiscus am Wegesrand, daneben Margeriten, gleich dahinter in einer windgeschützten Kuhle Bananen neben einigen Orangenbäumen, und etwas weiter entfernt Weinreben. Dann geht die Fahrt weiter in die blitzsaubere Stadt und zum Yachthafen, um unsere Hibiscus zu suchen.
Leider bleibt die Suche erfolglos: "Dieses Schiff ist hier nicht eingelaufen", erklärt uns der Hafenkapitän. Tja, dann heißt es eben warten, denn die Hibiscus kommt direkt aus der Karibik, und da läßt sich eine genaue Ankunftszeit eben nicht angeben. Somit brauchen wir ein Quartier.
Unser Weg führt uns schräg gegenüber ins CAFE SPORT, unter Seglern besser bekannt als "Peter's Kneipe", dem Treffpunkt der Segler aus aller Welt. Diese Bar ist angeblich eine der fünf bekanntesten Bars der Erde, wohl deshalb, weil alle Segelyachten, die von Amerika nach Europa segeln, in Horta Station machen, und der Sohn des legendären, inzwischen leider verstorbenen Wirtes Peter, versucht, den Seglern zu helfen wo er kann: (Fast) beliebige Währungen werden zum aktuellen Tageskurs in andere umgetauscht, Post kann zum Cafe Sport geschickt werden und wird dann vom eigentlichen Empfänger aus einem großen Pappkarton herausgesucht, man kann hier von zu Hause aus angerufen werden usw. Auch sein kleines Museum mit Kunstgegenständen, welche von Fischern und Walfischfängern während ihrer Freiwachen an Bord aus Walfischknochen kunstvoll gefertigt wurden, ist einmalig.
Der Wirt hilft uns dann auch mit dem Quartier weiter: Er kennt ein deutsches Ehepaar, welches hoch über Horta eine Pension betreibt und er könne ja dort mal anrufen.
Wenig später stehen wir mit dem inzwischen gemieteten Fiat Panda (ca. DM 45.- pro Tag) vor dem CASA WALTER und genießen fasziniert den berauschenden Ausblick über die Stadt, das Meer und den alles überagenden Berg Pico auf der gegenüberliegenden Insel. Wir sind die derzeit einzigen Gäste, und Armgard und Thomas, zwei Auswanderer aus Deutschland, bemühen sich sehr um uns. Die Zimmer adrett eingerichtet, das Bad blitzsauber, die Preise günstig, und wir können unsere Wünsche in Deutsch aussprechen - auch ein großer Vorteil, denn des Portugiesischen sind wir beide nicht mächtig.
Am nächsten Morgen, nach einem üppigen Frühstück mit allem Drum und Dran, Panoramablick inclusive, fahren wir hinunter zum Hafen, aber unsere Yacht ist immer noch nicht angekommen. Also beginnen wir eine Inselrundfahrt - im Uhrzeigersinn.
Kurz nach dem Ortsschild von Horta dann ein Kuriosum: Ein Wegweiser: "Horta 48km". Die Erklärung hierfür zeigt uns dann die Landkarte: die 48 km auf der Küstenstraße sind rund um die Insel gemessen! Dieser Straße folgen wir dann auch.
Einige Kilometer, nachdem wir den Flughafen hinter uns gelassen haben erreichen wir den "Ponta de Castelo Branco", einen gewaltigen Felsbrocken im Meer, etwa 100 Meter hoch, mit einer schmalen Verbindung zum Festland. Sehenswert ist der Ausblick von dort oben über die sanft zum Krater ansteigenden Hänge mit Feldern und Weiden, und natürlich der Blick nach Südwest über den Ozean.
Weiter geht es entlang der Westküste nach Varadouro, einem kleinen Ort, dessen heiße Thermalquellen zum Bad einladen. Ponta dos Capelinhos, die westlichste Spitze der Insel, ist eine der größten Attraktionen Fajals: Im Jahre 1957 stieß dort ein neuer Vulkan aus dem Meer vor der Küste und einige Quadratkilometer neuen Landes entstanden durch Lava und Vulkanasche. Heute ist der Vulkan erloschen, aber die nicht bewachsene, absolut kahle, gespenstisch anmutende Mondlandschaft mit dem ehemaligen, von Asche halb verschütteten Leuchtturm, gibt eine anschauliche Vorstellung der damaligen Eruption.
In den Dörfern der Nordküste scheint die Zeit stillzustehen. Man glaubt sich ins 19. Jahrhundert zurückversetzt: Die Anbaumethoden der Bauern, die Handwerker - High-Tech und der Tourismus haben sie verschont.
Der Hö(c)h(st)epunkt von Fajal ist unser nächstes Ziel: Die Caldeira, der Krater inmitten der Insel. Eine Straße, zuerst noch geteert, später Piste, zuletzt nur noch schmaler Weg, führt bis über die Baumgrenze, vorbei an weidendem Vieh, steil bergan bis zum Gipfel. Der Rundblick (falls die Wolken aufreißen, was sie glücklicherweise recht häufig tun) ist den Weg wert: Ringsum der Ozean zwischen Europa und Amerika in seiner ganzen Weite, im Osten der gigantische Pico, dessen Aussehen sich von Stunde zu Stunde durch unterschiedliche Wolkenformationen ändert, und der Blick auf die grüne Insel unter uns. Es ist frisch hier oben (1043m) und die Wolken quellen über den gegenüberliegenden Kraterrand, rollen an dessen Innenseite entlang, steigen urplötzlich hoch und verschwinden aus dem Krater - ein tolles Schauspiel.
Wir verschwinden auch wieder vom Berg, wollen wir doch die Freilicht-Galerie Hortas noch besichtigen. Gemeint ist die Hafenmauer. Ja, richtig, die Hafenmauer als Kunstobjekt! Haben doch die Segler irgendwann einmal angefangen zum Dank oder auch nur aus Freude über ihre glückliche Ankunft, die Farbreste auf ihren Schiffen dazu zu verwenden, um ihr Schiff, die Mannschaft, manchmal auch eine Begebenheit auf See an der Hafenmauer zu verewigen. Hunderte von mehr oder weniger ausgereiften, jedoch durchwegs sehenswerten "Meisterwerken" sind zu studieren.
Kultur macht hungrig - die alte Hafenmauer ist gut einen Kilometer lang und fünf Meter hoch, und die neue Mauer der Marina noch dazu - erweckt in uns langsam aber sicher Hunger- und Durstgefühle. Aber es bereitet keine Schwierigkeiten, diese niedrigen Begierden zu befriedigen: Genügend kleine Restaurants mit ausgezeichneter und trotzdem preiswerter Küche laden zur Einkehr nach dem Kunstgenuss. Stundenlang können wir zum Beispiel im Yacht Restaurant bei Rotwein und gegrilltem Thunfisch sitzen und über den Hafen schauen - es ist immer was los.
Die Zeit fließt träge dahin - einzig dann kommt etwas Bewegung auf, als die kleine Fähre von der Nachbarinsel Pico herüberkommt. Das Boot ist voll besetzt - manche müssen wie in der Straßenbahn stehend die Überfahrt bewältigen, denn auch Fracht ist mit von der Partie: Etliche Zentner Zement, dem es durch die spritzende Gischt auf der Überfahrt doch etwas naß geworden ist, etwa fünfzehn Kartons mit gefrorenen Hähnchen, Bretter, Dachlatten, ein Fahrrad... Dem Geschick des Bootsmannes war es wohl zu verdanken, daß das alles irgendwie verstaut und die halbstündige Überfahrt beginnen konnte.
Der frische Südwestwind, der zwischen beiden Inseln heute mit 5-6 Bft. durchpfeift, hat etwa anderthalb Meter hohe Wellen aufgetürmt und manche der Reisenden, die nicht in der schützenden Kabine Zuflucht gesucht hatten, kommen wie die berühmte "getaufte Maus" hier in Horta an.
Gleich nach dem Anlegen wird es lebendig: Die mitgebrachte Fracht muß ausgeladen und auf die bereitstehenden Taxis verteilt werden. Viele helfende Hände erleichtern die Arbeit, und bald leert sich der Kai und die gewohnte Ruhe kehrt wieder ein: Auf dem Thunfisch-Fangschiff nebenan duschen sich die Männer nach getaner Arbeit an Deck und säubern so auch gleichzeitig das Schiff, am Ufer beködern andere Fischer ihre Langleinen (1) für die nächste Fahrt, an der Mole gegenüber wird ein Getreidefrachter beladen - man ist geschäftig, aber ohne daß es in Stress ausartet.
Die heutige frohe Botschaft: Unsere Yacht, die Hibiscus, ist wohlbehalten eingelaufen! Nach der doch recht anstrengenden Überfahrt freut sich die Crew auf die blitzsauberen Duschen in der Marina und auf das Essen an endlich wieder waagerecht stehenden Tischen in den hiesigen Restaurants. Die schmutzige Wäsche wird gleich neben den Duschen gegen geringes Entgelt gewaschen und auch gebügelt - eine tolle Sache.
Und so tauschen wir mit den Neuankömmlingen die Quartiere: Wir gehen an Bord und sie ziehen zu den Walters. Ja, und nachdem wir nun das Schiff übernommen haben müssen wir uns jetzt auf unseren Törn vorbereiten: Einkaufen müssen wir gleich für die nächsten zwei bis drei Wochen - aber das funktioniert hier in Horta prima: Die Supermärkte in Hafennähe wissen um die Problematik der Segler und liefern das Eingekaufte mit ihren Kleintransportern bis an Bord. Selbstverständlich unterwerfen wir die Hibiscus einem genauen Check von oben bis unten - schließlich sind wir während des Törns völlig auf uns allein gestellt - außer, wenn ein anderes Schiff in die Reichweite unseres UKW-Funkgerätes käme, dann könnten wir auf Hilfe hoffen. Einige Kleinigkeiten sind zu reparieren - eine Winsch macht Probleme, die Windmeßanlage, und die Sat-Nav-Antenne - kein Problem für uns, und auch die benötigten Ersatzteile bekommen wir bei den beiden Yachtausrüstern schräg gegenüber - aber was ist das?!:
Die Rollgenua ist äußerst schwergängig! Nur mit extremer Winschenkraft läßt sich das Segel wegrollen! Nicht auszudenken, wenn wir auf hoher See die Genua bergen wollen und dann die Rollanlage versagt!
Also: Werkzeug raus und dem Fockroller zu Leibe gerückt, die Trommel zerlegt, Stück für Stück, und dann wird mir heiß und kalt: Das Vorstag ist angebrochen.
Innerhalb der Aluprofile, also von außen überhaupt nicht sichtbar, sind fünf der sechzehn Stahlkardeele abgebrochen, und einige weitere sehen auch nicht mehr gut aus. Das erklärt die Schwergängigkeit des Fockrollers, denn die gebrochenen Stahldrähte hatten sich innerhalb der Rollanlage aufgedröselt und so den Rollmechanismus fast blockiert.
Es folgt der lakonische Satz von mir: "Mit dem Ding fahren wir nicht, das Sicherheitsrisiko ist zu groß."
Folgenschwer ist er, dieser Satz, Denn jetzt kriegen wir wirklich Arbeit: Das Vorstag wird komplett abmontiert und vollständig auseinandergenommen, der Mast in der Zwischenzeit behelfsmäßig mit dem Spifall als Ersatzvorstag gehalten, und sodann laufen wir mit unserem defekten Teil durch alle Ausrüstungsläden der Stadt, zu den Fischern, zu Peter und Thomas, aber auf den Azoren gibt es kein neues Vorstag für uns, ja, in ganz Portugal gibt es nach den einstimmigen Aussagen zu urteilen keine Terminalpresse, um ein neues Teil für uns anzufertigen.....
Da bleibt dann nur der Anruf beim Eigner der Hibiscus mit der Bitte uns ein neues Vorstag beim Hersteller zu besorgen und es auf dem schnellsten Weg zu uns zu schicken. Erst glaubt er die Geschichte nicht so recht: "Könnt ihr denn nicht weiterfahren, die andere Crew ist doch auch damit gefahren und es ist in Ordnung gewesen.....", so versucht er zu argumentieren, aber ich bleibe hart, denn wir riskieren ja unsere Haut! Stimmt, denn die Überfahrt Richtung Gibraltar wird uns tagelang schöne sieben bis neun Windstärken und rauhe See bescheren. Nicht auszudenken.....
Wir kommen schließlich überein, daß er das Teil besorgt und auf dem schnellsten Weg zu uns schickt - wunderbar.
Leider nicht so ganz für uns, denn wir sitzen nun hier fest und müssen warten, und unser Eigner wünscht seine Hibiscus in nunmehr drei Wochen am Mittwoch um 12:00 Uhr Ortszeit im Club Real Nautico auf Mallorca zu übernehmen (wir waren dann auch schon um halb zwölf da, aber das ist noch eine andere Geschichte). Klartext: Langsam läuft uns die Zeit davon. Aber bald kommt die gute Nachricht, daß das Ersatzteil via Luftfracht zu uns unterwegs ist und am Freitag mit der Maschine um 16:00 Uhr in Horta eintrifft.
Super!!! Wir am Freitag also zum Zollamt, denn auch das muß sein, dann mit einem gewichtigen Zollbeamten im Taxi (auf meine Kosten) zum Flugplatz, das neue Vorstag in Empfang genommen, mit meinem Begleiter zurück zum Zollamt, um wohl die Zollpapiere zu unterschreiben, aber dann der Hammerschlag: Das Zollamt hat jetzt geschlossen, es ist 17:10 Uhr, und jetzt ist Wochenende - basta. Kein Winseln, Betteln, Heulen (von Gabi), Geld (von mir) konnte helfen, das sehnsüchtig erwartete Teil blieb im Zollamt. Bei unseren Besuchen am Wochenende konnten wir es sogar an der Wand lehnen sehen, nichts half - austauschen wollten wir es gegen das alte, denn Vorstag ist doch Vorstag, oder? Keine Chance.
Es gab noch einen Hammer: Wegen der Feierlichkeiten zu irgendeinem ganz wichtigen Anlaß, der uns in dieser unangenehmen Situation nicht die Bohne interessiert hat, bleibt das Zollamt bis Mittwoch nächster Woche geschlossen! Wir verlieren demnach fast eine ganze Woche! Das war die Härte für Gabi und mich.
Wir versuchten Peter einzuschalten, wir versuchten den Leiter des Zollamts zu besuchen und mit ihm zu sprechen, aber er läßt uns lediglich durch seinen Sohn bestellen, daß er jetzt Wochenende hätte.....
So "genossen" wir niedergeschlagen Horta und die Insel Fajal, wir schauten den Fischern zu und hatten Muße uns mit den Crews der anderen Yachten zu unterhalten, bis Mittwoch.
Mittwoch morgen standen wir beide pünktlichst vor dem Zollamt, ein freundlicher Beamter brachte unser Teil, ließ uns zweimal unterschreiben, und das war´s denn auch schon - so einfach geht das.
Jetzt kommt Hektik auf bei uns an Bord: Das nagelneue Vorstag kommt an seinen Platz, der Fockroller dreht sich wieder superleicht. Die letzten Einkäufe werden getätigt, und dann laufen wir endlich aus, das fast zweiwöchige Warten hat schon an uns gezehrt. Wir laufen aus zu einem kurzen Zwischenstop, den wir uns erstmal noch gönnen - wir fahren zur Nachbarinsel Pico, zum Hafen Madalena an der Westküste der Insel. Dieser kurze Schlag von nur wenigen Meilen soll uns mit dem Schiff vertraut machen und die Insel wollen wir natürlich auch sehen, wenn auch nur kurz.
Wolken gibt es hier aber auch wirklich jede Menge. Sie krallen sich an die Berghänge - die bergan führende Straße verschwindet im Nebel... Plötzlich sind auch wir mitten drin in dieser Watte. Eine unwirkliche Landschaft breitet sich rund um uns aus, das heißt, breitet sich nicht aus, sondern hüllt uns vollständig ein, denn die Konturen verlaufen im Nebel - das üppige Grün wird zum Grau in Grau, dazwischen stehen Kühe auf der Weide, wie in den Alpen oberhalb der Baumgrenze, es ist fast wie auf der Alm... Aber eben nur fast, denn das Licht ist eben anders: "Azorisch" eben.
Der Gipfel des Pico bleibt unbestiegen, liegt er doch momentan unter Schnee begraben (der höchste Berg ganz Portugals mit 2351m !), und wir sind für eine solche Tour nicht ausgerüstet. Außerdem muß man schon sehr viel Glück haben, um den Gipfel wolkenfrei zu haben. Doch eine Wanderung an seinen Hängen herab zeigt uns den eigenartigen Reiz dieses Eilandes: Die Klimazonen wechseln drastisch mit abnehmender Höhe: Ganz oben der Berggipfel ist Hochgebirge der Alpen - auch im Sommer ist die Gipfelregion nicht selten von Schnee bedeckt. Herabsteigend geht sie über in den Nebel, in die Region der wabernden Wolken - vergleichbar mit den Hochalmen der Alpen.
Direkt unterhalb der Nebelregion der "Regenwald" - hier sprießen Farne, Bäumen gleich, Efeu und andere Kletterpflanzen überwuchern Büsche und Bäume im Wettlauf zum Licht - undurchdringlicher Urwald wie in tropischen Zonen umringt den Berg. Hin und wieder löst sich ein Wolkenfetzen und gleitet die Abhänge des Pico herunter und dem Meer zu - das ist der beste und auch der letzte Augenblick, um sich regenfest zu machen, denn mikroskopisch kleine Regentropfen, fast wie aus dem Zerstäuber vom Blumenfenster zuhause, schweben plötzlich hernieder. Minuten später ist wieder alles vorbei, die Sonne trocknet unser Regenzeug. Das Land hat seine Dusche bekommen, der Wachstumsmotor neuen Antrieb.
Etwas tiefer ändert sich die Flora abermals: Wir kommen in die Subtropen. Das intensive Grün der Philodendronblätter wetteifert mit dem der Weinblätter, die sich zwischen dem schwarzen Vulkangestein hervorwinden. Zwischendurch öffnet sich das Grün und gibt den Blick auf den allesumspannenden Atlantik frei - der Horizont rundet sich dank der Erdkrümmung leicht in der Ferne wie im Weitwinkelobjektiv und vermittelt so das Gefühl unglaublicher Weite.
Orangen winken von den Bäumen und verführen zum Pausieren und Kosten - selbstgepflückte Orangen, direkt vom Baum in den Mund, schmecken einfach viel besser.
Frisch gestärkt kommen wir am Fuß des Berges, an der Küste, an. Hier wechseln sich Weiden und Wiesen mit Gemüsepflanzungen, Ananasfeldern, Bananenstauden und Weingärten ab. Die bei uns zuhause gern am Wohnzimmerfenster gepflegte "Fette Henne" wächst hier wild in Buschhöhe.
Das Land ist offen, der Blick hat Platz zur Entfaltung. Nur brusthohe Mauern aus schwarzem Lavagestein umfrieden die Felder und Gärten und gewähren Schutz vor dem Wind (...und vor Nachbars Ziege). Auf den Weiden stehen die Kühe einzeln angepflockt an der Leine - jedes Tier hat somit ihr eigenes Areal - der vorhandene Platz wird so optimal genutzt, nichts wird vergeudet.
Kein Besucher sollte das Walfangmuseum in Lajes do Pico verpassen. Von Photos rund um den Walfang über Gerätschaften bis zum kompletten Walfangboot gibt es hier viele interessante Dinge zu sehen.
Wir sind wieder zurück im Hafen von Madalena, dem verschlafenen Dorf mit dem nur mäßig sicheren kleinen Hafen, wie es ja auf allen Azoreninseln nur wenige sichere Häfen gibt, meist nur ein vernünftiger Platz pro Insel. Man muß eben runter vom Schiff und das Land vom Hafen aus zu Fuß oder mit den günstigen Mietwagen erkunden.
Weiter geht´s! Die nächste Etappe bringt uns zur 170 Seemeilen entfernten Insel Sao Miguel und zu seinem Haupthafen Ponta Delgada, denn erstens ist dies der für uns östlichste und auch letzte Azorenhafen, und zweitens gibt es hier noch ein besonderes Fest für uns zu sehen und mitzuerleben.....
Die Überfahrt von Horta nach Sao Miguel verläuft bei nördlichen Winden mit Stärken zwischen 1 und 3 Bft. sehr ruhig, aber das ist uns nur recht für den Anfang - so können wir uns an Schiff und Seegang gewöhnen und die Seekrankheit plagt uns nicht. Der Himmel ist leider meist bewölkt, auch die Nacht hindurch, am frühen Morgen beginnt es zu regnen, später reißen die Wolken nochmals auf, um schließlich in einen Dauerregen überzugehen, der uns bis in den Hafen nicht verläßt. Das Bimini-Top, eigentlich ein fest installiertes Sonnendach, kommt uns jetzt zugute, denn unter dem Dach bleiben wir leidlich trocken. Die Selbststeueranlage funktioniert einwandfrei, sodaß wir nicht selbst Rudergehen müssen - ein Glück, denn bis zum Platz des Rudergängers reicht das Dach nicht.
Navigiert wird mit einem Satellitennavigator und ich überprüfe die erhaltenen Positionen zwischendurch mit dem Sextanten (oder umgekehrt...?). Jedenfalls kommen wir noch vor Einbruch der Dunkelheit an.
Das hab´ ich noch nicht gesehen: Vor und in der Hafeneinfahrt haben sich Millionen von Quallen angesammelt, Tier an Tier, dicht gedrängt, die Wasserfläche sieht aus wie mit lauter Pickeln übersät. Es hilft nichts, wir müssen da durch. Unser Motor verquirlt die Tiere im Kielwasser - leider.
Nach dem Festmachen am Steg des Yachtclubs trotz Regen ein erster Rundgang. Ziemlich enge Straßen mit Kopfsteinpflaster, noch schmalere Gehwege an den Hauswänden entlang... Diese Gehwege, besser: Mosaike aus schwarzen und weißen Steinen, kreiert zu immer neuen Ornamenten - jede Straße ist einzigartig - die Muster sind immer wieder anders... Straßenbau als Kunsthandwerk.
Es ist dunkel geworden, der Regen hört auf. Wir kommen zum Hauptplatz: An seiner Südseite an das Hafenbecken und an die Festung "Sao Brás Fort" stoßend, seitlich von Geschäftshäusern und vom Krankenhaus begrenzt, an der sanft ansteigenden Bergseite vom Kloster "Convent da Esperança" abgeschlossen. Der Platz, von Bäumen umsäumt, in der Mitte ein überdachter Musikpavillion, ihm zu Füßen ein kleiner Teich.
Und überall hängen Lichterketten - tausende von Glühlampen, die sich vom Pavillion aus, einem riesigen Spinnennetz gleich, über die Baumgipfel bis zu den Platzbegrenzungen ausbreiten, sich in die Seitenstraßen hinein winden, und an den Klosterwänden hochlodern... Diese Wände bestehen nur aus Licht: Unzählige bunte Lampen bilden leuchtende Ornamente und illuminieren den Platz. Ein Blasorchester musiziert - Wein, Speisen und Kunsthandwerk werden angeboten, die Stadt ist voll Menschen - auch von den anderen Inseln sind sie gekommen: Ponta Delgada feiert das Fest des "Senhor Santo Cristo", seit dem 16. Jahrhundert jeweils am fünften Sonntag nach Ostern, mit Umzügen, Blumencorso und Musik. Erst weit nach Mitternacht kommen wir zum Schlafen.
Am nächsten Morgen ein Gang zum Hafen. Dort liegen die Thunfischfänger und gleich unterhalb der Festung ist der Fischmarkt: Der Auktionator versteigert Kiste um Kiste bzw., bei den großen Fischen, Fisch um Fisch - Ein Sardinenfischer mit seinem etwa 10 Meter langen, offenem Boot legt an, und viele helfende Hände bringen den Fang an Land.
Männer verladen die gekauften Fische auf ihre Wagen - plötzlich Tumult, Leben und behende Bewegung kommen in die gemächliche Szenerie - zwei junge Fischer verprügeln sich. Alles läuft sofort interessiert zum Ort des Geschehens zum Zusehen, Rufe werden laut und... Wetten werden abgeschlossen. Doch, so plötzlich wie es begonnen hatte, so ist es auch wieder vorbei. Die beiden Kampfhähne gehen ihres Weges, prüfend an sich herabsehend, die Menschentraube löst sich auf, und der Spuk ist vorbei.
Wir verlegen die Hibiscus an die etwa fünf (!) Meter hohe Hafenmauer - Gabi hat ihre liebe Mühe mit den Leinen dort hochzukrabbeln und ich bin vollauf beschäftigt das Schiff im Schwell von den Fischkuttern vor und hinter uns fernzuhalten ohne abgetrieben zu werden. Trotzdem: Hier ist die Tankstelle und für unsere Überfahrt müssen die Tanks randvoll sein.
Unsere Zeit leider begrenzt, gerne würden wir noch bleiben, aber ein strammer Törn steht uns bevor (und das ist eine andere Geschichte). Die Erinnerung bleibt. Die Erinnerung an klare Luft, unglaublich sattes Grün, die intensiven Farben der unzähligen Blüten, Krater, Lava, Seen, das Meer, freundliche Leute, Fisch satt, Wolken, Sonne, Sprühregen, Baden, Segeln, Pico, den Berg.
Wir kommen wieder.
Sao Miguel
Die "Grüne Insel", mit 447 km² die größte des Archipels, wartet mit mildem Klima und üppiger subtropischer Vegetation auf: Tee, Tabak, Orangen, Ananas. Die sehenswerten Kirchen der Insel zeigen mit ihrer Architektur den einzigartigen Baustil der Azoren. Der Doppelkrater Sete Cidades, im Westen der Insel, mit seinem 12 km langen Kratersee, der Nationalpark Mata das Criaçores mit seinen wunderbaren Azaleen, die heißen Quellen und die Vulkane verleiten zu einem Besuch dieser reizvollen Insel. Ponta Delgada als sicherer Haupthafen der Insel bietet alle Versorgungsmöglichkeiten. Einige Liegeplätze gibt es beim Yacht Club.
Fajal
Der zweite Name, "Ilha Azul", erinnert an die leuchtend blauen Blüten der Hortensien und an die Farbe des Meeres. Zwischenstation der vielen Segler, die alljährlich im Frühjahr von der Karibik kommend, den Hafen von Horta zur Erholung vor der nächsten Etappe nutzen - wichtig für sie Peter´s Sohn, der Wirt vom "Cafe Sport" am Hafen, einer der fünf bekanntesten Bars weltweit! Interessant die von vielen Seglern, glücklich über ihr Ankommen in Horta, bemalten Mauern der Molen des alten Hafens und der neuen Marina. Ein Vulkanausbruch im Jahre 1957 bescherte der Insel einige zusätzliche Quadratkilometer Land an der Westküste. Das Thermalwasser von "Varadouro Spa" mit einer Temperatur von mehr als 35°C lädt nicht nur zum therapeutischen Bad ein. Alle Versorgungsmöglichkeiten sind gegeben, auch zwei Yachtausrüster gibt es am Ort. Die moderne Marina bietet Strom und Wasser an den Schwimmstegen, saubere Duschen und Toiletten und eine Wäscherei.
Pico
Der höchste Berg Portugals, der Pico, überragt mit 2351 m die 433 km² große Insel, die zweitgrößte der Inselgruppe. Die Walfänger von hier waren berühmt wegen ihres Mutes und Einsatzes bei der Jagd. Das Walfangmuseum in "Lajes do Pico" ist ein Muß, ebenso der Pico selbst, allerdings sollte man dafür sehr gut zu Fuß sein. Die Küstenregion wie auch das Inland laden zum Wandern ein. Weltberühmt ist der Wein. Geringe Versorgungsmöglichkeiten und nur mäßig sicherer Hafen.
Santa Maria
Die südlichste Insel der Gruppe hat eine Ausdehnung von 97 km², der Pico Alto, der mit 590 m höchste Berg, verspricht ein wunderbares Rundpanorama über die Insel, welche kaum noch vulkanische Spuren aufweist, dafür aber liebliche Hügel und sanfte Ebenen. Hier landete Kolumbus bei der Rückreise von seiner ersten Amerikafahrt im Jahre 1493 - die ersten transoceanischen Propellerflugzeuge mußten hier zwischenlanden, um zu tanken. Der Hafen von Vila do Porto im Südwesten der Insel eignet sich zum Anlegen. Keine Probleme bei der Lebensmittelversorgung.
Terceira
Der ursprüngliche Name des 400 km² großen Eilandes war Ilha de Jesus, es wurde um 1450 von Jácome de Bruges coloniert. Vasco da Gama, kommend von Indien, übernahm hier frischen Proviant. Terceira hat eine stark gegliederte Küste, erstarrte Lavaströme, "mistérios" genannt, teilen die Weiden und Felder im Landesinneren und bilden ein phantastisches Mosaik mit den Vulkankegeln. Die "Caldeira de Guilherme Moniz" ist mit einem Durchmesser von 15 km der größte Krater des Archipels. Eine Ansammlung von Grotten, "Algar do Carvao", im Inland gelegen, sind wegen ihrer Stalakiten und Stalagmiten äußerst sehenswert, ebenso das Angra-Museum in der Hafenstadt Angra do Heroìsmo, die auch hier im abgeschatteten Süden der Insel liegt. Gute Versorgungsmöglichkeiten.
Graciosa
Trotz ihrer geringen Größe von nur 62 km² gibt es verschiedenste Landschaftsformen, welche einfach als großartig, wie der Inselname schon besagt, bezeichnet werden müssen. "Furna do Enxofre", im Südwesten gelegen, zeigt ein vulkanisches Phänomen: Ein Tunnel durch den Kraterrand führt zum Kratersee mit schwefeligem, warmen Wasser. Dieser See hat einen Durchmesser von 130 m und eine Tiefe von 100 m! Zwischen 11 und 14 Uhr taucht die Sonne diese Naturschönheit ins beste Licht. Die Töpferwaren von dieser Insel sind weithin bekannt. Lebensmittel gibt es rund um den Hafen von Santa Cruz.
Sao Jorge
Das schmale, langgestreckte Eiland mit 246 km² Fläche wird in Küstennähe intensiv bewirtschaftet - der Käse von hier wird auf den ganzen Azoren gerühmt. Als einzigen Platz im ganzen Archipel findet man hier Herzmuscheln in der schmalen Lagune der "Caldeira de Santo Christo". Dieser Platz, wie auch die vorgelagerte Insel "Topo", auf welcher eine Unmenge von Seevögeln beheimatet ist, sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Zwei Häfen, Velas und Calheta, beide an der Südküste zu finden, laden zum Anlegen ein. Weniger Versorgungsmöglichkeiten.
Flores
Der Name schon sagt es: Blüten überall auf der zerklüfteten Insel mit tiefen Tälern, Bergspitzen, Wasserfällen, Grotten, Seen in malerischer Landschaft, erodierte, bizarre Felsformarionen an der Küste, aber auch ungeheure Fruchtbarkeit im milden Klima. Auf den 143 km² Fläche wachsen die verschiedenartigsten Nutzpflanzen, unter Anderem auch Mais, Yamwurzeln, Süßkartoffeln. Die Küche unterscheidet sich entsprechend auch etwas von der Nachbarinseln. An der Ostseite der Insel bietet der kleine Hafen von Santa Cruz das Flores Schutz und einige Einkaufsmöglichkeiten.
Corvo
Mit 17,5 km² wohl die kleinste der Inseln ist sie trotzdem einen Abstecher wert: Das pittoreske Dorf "Vila Novo do Corvo" mit seinen typischen Häusern ist sehenswert. Ebenso der riesige Krater mit 3400 m Durchmesser mit seinem Kratersee, sowie die zerklüftete Küste mit Kliffs und Basaltformationen. Vila Nova do Corvo, an der Südspitze der Insel gelegen, dient als Ausgangspunkt der Inseltour.
Anreise
Mit dem Flugzeug über Lissabon nach Ponta Delgada auf Sao Miguel, Außer nach Corvo bestehen zu allen Inseln Flugverbindungen. Zwischen Madalena auf Pico und Horta auf der Insel Fajal verkehrt eine Personenfähre 3-4 mal täglich, auch zwischen den übrigen Inseln gibt es Fährverbindungen.
Wetter, Klima und Temperaturen
Mildes, vom Golfstrom bestimmtes, maritimes Klima ohne große Temperaturschwankungen: 13°C im Winter und etwa 23°C im Sommer. Die Winde sind wechselhaft in Richtung und Stärke, auch längere Flauten sind möglich. Dies hängt maßgeblich von der Position des Azorenhochs ab. Westliche Winde herrschen vor, jedoch ändert sich die Richtung in Küstennähe oft erheblich, sodaß der Wind von Ort zu Ort unterschiedlich sein kann.
Auch die Tiefs über dem Nordatlantik beeinflussen das Azorenwetter. Besonders im Winter ändert sich der Wind blitzschnell und bringt Regen mit sich. Die wenigen Stürme finden meist im Winter statt.
Kleidung
Leichte Kleidung im Sommer, ein Pulli darf nicht fehlen, ebensowenig Badesachen und Regenkleidung. In der restlichen Zeit sollten wärmere Sachen eingepackt werden. Leichte Wanderschuhe helfen den Beinen auf die Sprünge.
Sprache
Portugiesisch ist die Landessprache, wenn auch auf einigen Inseln mit besonderem Akzent - viele Menschen sprechen Englisch, manche auch Französisch oder Deutsch.
Einreisebestimmungen
Für die Azoren, wie für Portugal generell, reicht der gültige Personalausweis für Deutsche Staatsbürger aus. Für andere Staatsbürger besteht teilweise Visumpflicht.
Währung
Das Portugiesische Zahlungsmittel ist der Escudo. Gewechselt werden kann bei den Banken, welche wochentags zwischen 8:30 und 12:00, und von 13:00 bis 14:30 geöffnet haben. Creditkarten werden oft akzeptiert.
Essen und Trinken
Von der kleinen Sardine vom Grill bis zu riesigen Thun- und Schwertfischen finden sich diverse Meerestiere in der Küche wieder, aber auch ausgezeichnetes Rind- und Lammfleisch. Bedingt durch die geographische Lage gedeiht eine Unzahl von Gemüsen, Salaten und Früchten. Der berühmtesten Weine sind wohl die "verdelhos" von der Insel Pico, aber auch auf allen anderen Inseln gedeihen vorzügliche Trauben, die zu meist weißen Tischweinen vergoren werden.
Aktivitäten
Wandern, Bergsteigen, Segeln, Surfen, Tauchen, Hochseefischen, Jagen, Thermalbaden, Essen und Trinken, Golf, Tennis... Besonders Sportliche sollten ihr Mountain-Bike mitbringen.
Anschriften und Telephonnummern
| Tourist-Büros auf den Azoren | ||
| Delegaçao de Turismo de Ponta Delgada
Av. Inf. D. Henrique 9500 Ponta Delgada/ Sao Miguel Tel: 257 43; 251 52; |
||
| Direcçao Regional de Turismo
Rua Marcelino Lima 9900 Horta/ Fajal Tel: 238 01-3 |
||
| Delegaçao de Turismo de Heroìsmo
Largo Prior do Crato 9700 Angra do Heroìsmo/ Terceira Tel: 233 93 |
|
Unterkunft Beispiele |
||
| * * * *
Hotel Avenida Dr. José Bruno Tavares Carreiro 9500 Ponta Delgada/ Sao Miguel Caloura Hotel Resort Agua do Pau 9560 Lagoa/ Sao Miguel |
||
| * * * *
Hotel Fajal Cônsul Dabney 9900 Horta/ Fajal |
||
| * * * *
Estalagem de Santa Cruz Rua Vasco da Gama 9900 Horta/ Fajal |
||
| "CASA WALTER"
Armgard und Thomas Walter Canada das Dutras 29 P-9900 Horta/Fajal-Azoren |
||
| Aparthotel Caravelas
Rua Cons° Terra Pinheiro 9950 Madalena |
||
|
Weitere Informationen |
||
| Portugiesisches Touristik-Amt
Kaiserstr. 66 6000 Frankfurt 1 069/234094-7 |
Quelle:
Acores - Guide for Tourists, herausgegeben
von: Guia Turìstico dos Açores, Ponta Delgada.
Jimmy Cornell - World Cruising Routes
(1)
Langleinen sind, wie der Name schon sagt, mehrere hundert Meter lange, mit bis zu 1000 Haken versehene Angelleinen zum Thunfischfang. Als Köder werden eingesalzene Sardinenstücke verwendet.
| Quele: |
DMC-Reisen Mühlbauer
Deutsches Mitsegler Centrum Kurt-Schumacher-Straße 71 86165 Augsburg 0821-71 11 -24, fax -26 mobil 0171-36 97 127 |